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Thema: Radsport

  1. #2401

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    Zitat Zitat von jensi Beitrag anzeigen
    Muss da jetzt gar nicht viele Worte zu verlieren, sondern möchte erneut auf den Fall Cardoso hinweisen (hier noch ausführlicher in Englisch).

    Das System ist kaputt. Bei Froome hat man beide Proben und seine Schuld ist erwiesen, aber mit Millionen von Euro und einer Armada an Anwälten konnte man WADA und UCI zum einknicken zwingen. Bei Cardoso hingegen besteht tatsächlich die Möglichkeit der Unschuld. Dennoch kann er sich nicht dagegen wehren, da er kein großer Fahrer ist und eben nicht das größte Team hinter sich weiß.
    Da wurde jetzt endlich mal entschieden, allerdings nicht zum Guten. Trotz negativer B Probe wird er für 4 Jahre gesperrt. Toll gemacht UCI, mal eben ohne echte Grundlage einem Mann das Leben zerstört. Nach Berichten hat er sein gesamtes Erspartes in diesen Fall gesteckt, aber kam natürlich nicht dagegen an. Liegt wohl daran, dass er kein Millionär ist/war (im Gegensatz zu Froome) und eben auch nicht das skrupelloseste Team mit dem größten Budget hinter sich weiß. Mal wieder ein richtiger Skandal, aber der Aufschrei bleibt bisher aus. Viel wichtiger ist ja die Schlagzeile, dass ein Doper überführt wurde. Dabei erwähnen die deutschen Medien die kleinen Details nicht, wie eben zum Beispiel die negative B Probe.

    Lässt die Froome Korruption noch mal in einem ganz anderen Licht dastehen.

    "I don’t think this is about doping anymore, it now feels like it is about politics,” Cardoso told Velonews in July. “The UCI knows that I’m not a star, I’m not a millionaire. I don’t have the big money to fight. They do not want to say, ‘Maybe the lab made a mistake,’ because it is easier to just put me out of the sport."
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  2. #2402

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    Hoffnung kommt auf im Radsport. Sky zieht sich zurück. Habe es nach dem Verkauf von Sky an Comcast schon erwartet und nun hat man endlich Gewissheit. Sehr interessant das Ganze und wohl recht kurzfristig entschieden worden. Zuletzt hat man mit Bernal um 5 Jahre verlängert und ist ganz dreckig zwischen Trek und Ivan Sosa gegrätscht, um auch ihn langfristig an sich zu binden. Da wusste man ziemlich sicher noch nicht, dass Sky das Sponsoring einstellt.
    Riesig viel wird sich wohl nicht ändern, aber immerhin verschwindet dieser Name aus dem Peloton, der den gesamten Radsport hinunterzieht. Jiffy Bag, Kenacort, Salbutamol, IVs, Brailsford, Wiggins, die Liste ist sowas von lang.
    Der neue Sponsor wird niemals dieses Budget halten können. Ähnliches hat man bereits bei Quick Step in dieser Saison gesehen. Von daher darf man hoffen, dass die GT Übermacht nicht ins Sky Nachfolgeteam übergeht.
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  3. #2403

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    Da habe ich wohl ganz schön falsch gelegen. Sky geht und alles wird nur noch schlimmer...


    Wie auch immer, darum soll es heute nicht gehen. Was steht an? Eines der größten Eintagesrennen des Jahres, "Die Hölle des Nordens", Paris Roubaix. Für mich mit Abstand das interessanteste Rennen im Profikalender und allemal einzigartig.

    Was ist das Besondere an dem Rennen? 54 Kilometer der insgesamt ~260km werden auf extrem unangenehmen Kopfsteinpflaster gefahren. Die 29 Sektoren werden werden ihrem Zustand (und der Länge) entsprechend mit 1 bis 5 Sternen bewertet. Der bekannteste und geschichtsträchtigste Sektor führt durch den Wald von Arenberg. 2.3 schnurgerade Kilometer, über die vielleicht ungemütlichste Straße der Welt (5*).
    An dieser Stelle wird das Rennen eröffnet und in den folgenden 100km bis zum Ziel folgen 18 weitere Sektoren. Mons-en-Pevele und Carrefour de l'Abre sind weitere 5* Sektoren, welche das Rennen weiter selektieren und oft für entscheidende Attacken genutzt werden. Der Rennverlauf verspricht also viel Spannung und Abwechslung. Meiner Meinung nach ein ideales Rennen, um den Radsport eine Chance zu geben.

    Die Favoriten

    Aus deutscher Sicht sind John Degenkolb und Nils Politt zu nennen. Beides begnadete Klassikerfahrer. Degenkolb hat bereits 2 Monumente gewonnen (Milan San Remo und Paris Roubaix), hinzu kommt noch die Kopfsteinpflasteretappe der letztjährigen Tour de France. Seine Saison verlief bisher nicht ganz so gut und das gesamte Team hängt in den Erwartungen bisher zurück, aber es war auch einiges an Pech dabei und seine Form zeigt klar nach oben. Paris Roubaix hat keine knackigen Anstiege wie die Flandern Klassiker und dies kommt ihm sehr entgegen.
    Politt hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und scheint diese Saison den Sprung in den Favoritenkreis geschafft zu haben. Ein 5. Platz bei der Flandern Rundfahrt ist ein starkes Ergebnis. Er platzierte sich unter anderem vor Fahrern wie Greg van Avermaet und Peter Sagan, welche heute natürlich auch zum (in diesem Jahr sehr großen) Favoritenkreis gehören.
    Das dominierende Team der (Klassiker-)Saison ist erneut Quick Step. Gleich 3 potentielle Siegfahrer (Stybar, Gilbert, Lampaert) befinden sich im Aufgebot der Mannschaft. Zu den weiteren Topfavoriten im Fahrerfeld gehören Sep Vanmarcke, Oliver Naesen, Wout van Aert und Alexander Kristoff. Letzterer ist seit langem mal wieder in absoluter Topform und ist für mich der absolute Favorit, sollte es zum Sprint einer (kleinen) Gruppe kommen. Wie in jedem Jahr ist jedoch wieder mit Außenseitern zu rechnen. 2016 schaffte es Matthew Hayman aus der Ausreißergruppe bis ins Finale und gewann überraschend. Im letzten Jahr gelang Silvan Dillier ähnliches, er musste sich allerdings Peter Sagan geschlagen geben.

    In diesem Jahr kommt das Rennen nicht nur auf Eurosport, sondern wird auch auf One (bis etwa 16 Uhr) und danach im Ersten übertragen. So als kleiner Anhaltspunkt, der Trouee d Arenberg wird um etwa 15 Uhr durchfahren. Wer nicht so früh einschalten möchte, kann um 16 Uhr im Ersten einsteigen und die letzten 65-55 Kilometer sehen.

    E:
    Zur Einstimmung hier mein Erfahrungsbericht vom Paris Roubaix "Amateurrennen" 2017
    Zitat Zitat von jensi Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal zur gestrigen Erfahrung
    Außerdem noch ein schöner Artikel über den Wald von Arenberg.
    Geändert von jensi (14.04.2019 um 10:52 Uhr)
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  4. #2404

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    Froome ist mit 54 km/h ungebremst in eine Hauswand geknallt, weil er sich wohl kurz die Nase putzen wollte und sein Rad von einer Windböe erfasst wurde. Die Rede ist von unzähligen Brüchen und selbst inneren Verletzungen. Er befindet sich auf der Intensivstation und "sein Zustand ist ernst". Das hätte wohl auch noch deutlich schlimmer ausgehen können...
    Geändert von Vega (13.06.2019 um 13:58 Uhr)

  5. #2405
    Avatar von Werderkowski
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    Ist das nicht verhältnismäßig wenig? Das ist doch verrückt, dafür seinen Körper mit Doping zu zerstören.

    "Insgesamt werden nur knapp 2,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Der größte Teil landet natürlich beim Sieger des Gesamtklassements, der noch recht fürstliche 500.000 Euro einstreicht. Der Zweit- und Drittplatzierte bekommen nur noch 200.000 bzw. 100.000 Euro. Jeder Fahrer der sich bis auf die Champs-Elysees in Paris quält und über die Ziellinie rollt, darf sich noch über 1000 Euro freuen."

    https://www.kicker.de/752122/artikel...rance/radsport

  6. #2406

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    Wir wollen jetzt mal nicht so tun, als hätte Frauenarzt Fuentes nicht auch für Real und Barcelona gearbeitet. Ebenso wie ein spanischer Tennisstar. Natürlich gibt es im Radsport ein (großes) Dopingproblem, vor allem weiterhin im unentdeckten Bereich, aber es ist nicht so, dass andere Sportarten sauber(er) sind. Allen voran der Wintersport, da geht es noch viel wilder zur Sache.



    "Ist das nicht verhältnismäßig wenig?"
    Ja und Nein. Zunächst einmal sehe ich es so, dass einige Sportarten (Fußball, Football, Basketball, Baseball) verhältnismäßig viel zu viel bekommen. Nicht nur im Vergleich zum Radsport, sondern auch zur Leichtathletik bspw. Die Nachfrage ist da natürlich anders, dessen bin ich mir wohl bewusst. Da geht es gar nicht um "Körper mit Doping zerstören", denn das Trainingspensum dürfte in kaum einer anderen Sportart höher sein als im Radsport. Da kann so ein laues Trainingsgekicke nicht mal ansatzweise mithalten.

    Der Vergleich mit der DFB Weltmeisterprämie hinkt, da Nationalspieler gemessen daran ein vielfaches an Gehalt bekommen, während das Gehalt der Radsportler komplett unterschlagen wird. Natürlich lebt man da nicht von Rennprämien, sondern ebenfalls vom Gehalt. Bekannte und erfolgreiche Radsportler wie Nibali und Froome liegen bei 4-5 Mio im Jahr, während man bei Sagan (vor allem durch Sponsorendeals) von etwa 8 Mio ausgeht. Erstere beide sind Fahrer, die für das gelbe Trikot in Frage kommen, während Sagan "nur" der Spitzenkandidat für das grüne Trikot ist. Also man sieht, es dreht sich nicht alles um die Tour und das gelbe Trikot.

    Ein großes Problem des Profiradsports ist mMn, dass das Gehaltsgefüge viel zu groß ist. Zwischen den 36.000€ von WorldTour Fahrern (quasi die 1. Liga), bis hin zu den 8 Mio die Sagan im Jahr bekommt, liegt eine ganze Menge Spielraum. Der Leistungsunterschied, denn Leistung lässt sich im Radsport recht gut messen, liegt allerdings bei 5-10%. Genau da kommt die Motivation zum Doping her. Dr. Westmattelmann forscht als ehemaliger Profiradsportler dazu und sieht diesen Grund, noch über dem Erfolg an sich, als Hauptmotivation für Doping.

    Ob die 2.3 Millionen insgesamt nun zu viel oder zu wenig sind, ist mMn schwer zu sagen. Ich weiß nicht genau, wie viel Geld in der TdF steckt. Gerüchten zufolge sponsort eine Bank das gelbe Trikot mit insgesamt 10 Millionen pro Jahr. Eintrittsgelder und so weiter gibt es hingegen nicht. Merchandising, Trikots usw. sind auch nur eine ganz kleine Sparte. Auf der Ausgabenseite steht die Absperrung der Strecke, die vielen Kameras und zahlreichen Helis fürs Fernsehen, die ständig in der Luft sein müssen usw. Keine Übertragung ist teurer als die des Radsports. Viel Geld bezahlt Eurosport bspw. jedoch nicht dafür, gemessen an dem was bspw. von Sky für die Bundesliga gezahlt wird.
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  7. #2407
    Avatar von Werderkowski
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    @jensi für die Überblick. Habe zu dem Thema gerade das Video mit Jörg Jaksche gesehen. Wirklich sehenswert. Und bez des Hochleistungssports sehr traurige Bestandsaufnahme und Zukunftsaussichten.
    https://www.invidio.us/watch?v=TSOj8nV3ggc

  8. #2408
    Avatar von KLM46
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    Gibt es eigentlich irgendwo am Horizont eine deutsche Hoffnung auf die Gesamtwertung? Also einen Klassementfahrer, der an der Weltspitze kratzt?

  9. #2409
    Avatar von thehauser
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    Zitat Zitat von KLM46 Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich irgendwo am Horizont eine deutsche Hoffnung auf die Gesamtwertung? Also einen Klassementfahrer, der an der Weltspitze kratzt?
    Emmanuel Buchmann peilt dieses Jahr zumindest die Top10 an. War u.a 3 bei der Dauphine dieses Jahr.

    Schachmann, dieses Jahr noch Helfer, könnte in 3-4 Jahren noch etwas weiter nach vorne stoßen.

    Und dann kommt noch der 22 jährige Lennard Kämna, von dem auch etwas zu erwarten sein könnte in 4-5 Jahren.

    Das Übertalent ist aber eher nicht in Sicht.
    Geändert von thehauser (02.07.2019 um 17:27 Uhr)

  10. #2410

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    Zitat Zitat von Werderkowski Beitrag anzeigen
    @jensi für die Überblick. Habe zu dem Thema gerade das Video mit Jörg Jaksche gesehen. Wirklich sehenswert. Und bez des Hochleistungssports sehr traurige Bestandsaufnahme und Zukunftsaussichten.
    https://www.invidio.us/watch?v=TSOj8nV3ggc
    Direkt nach einer Minute kommt bereits ein sehr wichtiger Punkt. "90% der Leute aus der Hochzeit des Doping sind noch immer im Profiradsport unterwegs." Die Zahl dürfte noch nicht einmal übertrieben sein. Da weiß ich nicht mal, wie sich das in anderen Sportarten verhält, aber ich als Fan des (Profi-)Radsports finde das einfach unglaublich. Fuentes und Ferrari sind raus, aber die waren damals nicht die einzigen und auch nicht diejenigen, die am meisten nachgeholfen haben.
    Allen voran sind bspw. Yvan Vanmol und Jose Ibarguren für ihre ("damaligen") Dopingpraktiken bekannt (E: ach guck an, ich höre das Interview nebenbei und er hat es später auch erwähnt). Vanmol hat schon im Jahr 1989 LeMond zum Toursieg verholfen. Aktuell sind die beiden genannten immer noch offiziell als Teamarzt angestellt. Bei welchem Team? Bei Quick-Step, dem mit Abstand erfolgreichsten Team der letzten Jahre. Teamchef dort ist Lefevere. Ein ganz schmieriger und ekliger Typ, der ebenfalls ein absolutes Doping Urgestein ist. Der war schon zu Mapei Zeiten in den 90ern dabei. Dieses Team hat 2 Jahre in Folge das gesamte Podium von Paris-Roubaix gestellt. Einmalig in der Geschichte des Radsports. Wie soll der Sport denn glaubwürdiger und sauberer werden, wenn diese Leute weiterhin geduldet werden?

    Hinzu kommt noch, dass die ganze Antidoping Geschichte quasi nur Fassade ist. Es wird im Radsport so viel kontrolliert wie sonst nirgends, aber dennoch ist es alles andere als schwer, dennoch unentdeckt zu werden. Ein Beispiel: EPO-microdosing. Die Kontrolleure können meine ich zwischen 8-20 Uhr vorbeikommen. Gibt man sich dann um 20:05 die Spritze, ist es am nächsten Morgen um 8 schon nicht mehr nachweisbar. Oder der "biological passport". Zur Einführung als DAS Instrument überhaupt propagiert, zeigte sich spätestens jetzt zur Aderlass Geschichte, dass das Ding komplett nutzlos ist.


    -------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Buchmann sollte in diesem Jahr erstmals die Top 10 erreichen. Er hat in diesem Jahr einen großen Schritt gemacht und ist nicht mehr nur der schüchterne Fahrer, der anderen am Rad hängt und komplett bieder unterwegs ist. Vor dieser Saison ist er nie als aktiver Fahrer in Erscheinung getreten. Aktuell hat er 2 Saisonsiege mit einer starken Soloattacke eingefahren. Bei der Tour dürfte er wieder als passiver Fahrer in Erscheinung treten, um aktiv zu sein ist das Niveau für ihn in der Spitze einfach zu hoch, aber Platz 7-8 traue ich ihm zu.

    Schachmann ist denke ich nicht der Fahrertyp für Grand Tours. Natürlich noch zu früh zu sagen und es gab schon einige heftigere Transformationen, aber ich sehe ihn nicht als Typ fürs Gebirge. Schon gar nicht an 4-5 aufeinanderfolgenden Tagen. Für die einwöchigen Touren bringt er allerdings sehr viel mit. Da darf man, ebenso wie in Eintagesrennen, noch einiges erwarten.
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  11. #2411
    Avatar von KLM46
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    Danke euch für die Einschätzungen

  12. #2412
    Avatar von Lemming
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    Heute gehts endlich los. Wisst ihr, ob es irgendwo einen Livestream (legal) gibt? Soweit ich weiß, wird im TV ja wieder nicht übertragen.

  13. #2413

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    Sportschau hat einen Livestream

  14. #2414

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    Versuche mich mal an ein paar Vorhersagen.

    GC Top 10

    1. Geraint Thomas
    2. Richie Porte
    3. Nairo Quintana
    4. Egan Bernal
    5. Thibaut Pinot
    6. Steven Kruijswijk
    7. Romain Bardet
    8. Emanuel Buchmann
    9. Adam Yates
    10. Mikel Landa

    Sehr schwer da etwas zu tippen. Dafür sind 3 Wochen einfach zu lang und es kann so viel passieren (Pannen, Stürze usw.). Porte auf dem Podium ist natürlich ein sehr gewagter Tipp, wäre mMn aber sehr passend, dass er es nun endlich mal schafft, obwohl seine bisherige Saison alles andere als gut war. Fuglsang nicht in der Top 10 ist natürlich auch interessant, aber ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass er 4 Monate am Stück seine Topform halten kann. Zusätzlich ist er bisher nie als Grand Tour Fahrer in Erscheinung getreten.

    Etappen

    Jetzt wird es ganz wild und unvorhersehbar, aber ich erlaube mir den Spaß mal.

    1. Sprintankunft
    Für den absoluten Topsprinter Groenewegen scheint mir diese Etappe bereits ein wenig zu hart. Zielgerade ist noch dazu leicht ansteigend. Er wird um den Sieg mitsprinten, aber bereits mehr Körner gelassen haben als die anderen. Sieg für Caleb Ewan bei seiner ersten Touretappe überhaupt.

    2. Mannschaftszeitfahren
    3 Teams fahren um den Sieg: Jumbo-Visma, Ineos und Bahrain. Außenseiter sind EF, Sunweb und Quick-Step. Individuell ist Bahrain am stärksten für ein Zeitfahren besetzt, aber Erfolg ist deshalb noch lange nicht garantiert. Daher Sieg für Ineos und Kwiatkowski im gelben Trikot.

    3. hügelige Klassikeretappe
    Gute Frage wer hier gewinnt. Favorit dürfte Alaphilippe sein. Die Frage ist, wie gut in Form Colbrelli, Sagan und Van Avermaet sind. Um es mal etwas spannender zu machen, tippe ich auf Trentin.

    4. Sprint
    Groenewegen lässt wieder Körner an der Bergwertung kurz vor dem Ziel, Viviani gewinnt.

    5. leichte Bergetappe
    Die ersten richtigen Bergwertungen stehen an. Allerdings warten 20 Kilometer auf die Fahrer nach der letzten Bergwertung. Daher uninteressant für die Klassementfahrer. Die Ausreißer machen den Sieg unter sich aus. Viele Möglichkeiten und quasi unmöglich vorherzusagen, wer es an diesem Tag in die Gruppe schafft. Außerdem dürften viele der starken Fahrer noch nicht genug Zeit verloren haben, wobei es auch möglich ist, dass ein Fahrer aus der Gruppe ins Gelbe fährt. Kandidaten für diese Etappe sind Schachmann, Mohoric, Cosnefroy, Asgreen, Lutsenko, Cort, Skujins usw.

    6. Planche des Belles Filles, DAS Highlight der ersten Woche
    Erster richtig großer Formtest für die Klassementfahrer. Die letzten 100 Metern steigen mit etwa 25% an. Nichts für "Roller" wie Thomas oder Kruijswijk. Die explosiveren Leichtgewichte machen den Sieg unter sich aus. Adam Yates gewinnt.

    7. Klassische Sprintetappe. Diesmal leicht genug für Groenewegen.

    8. Harte Hügeletappe
    Viele kleine und teils steile Anstiege, aber dann doch nicht selektiv genug für die Top 10. Die vielen Anstiege lassen einen Ausreißersieg wahrscheinlich erscheinen. Thomas De Gendt attackiert aus der Ausreißergruppe und wird danach nicht mehr gesehen.

    9. wahrscheinlich ein Sprint, aber aus einer reduzierten Gruppe ohne die Sprint Schwergewichte. Peter Sagan macht es.

    10. siehe 7

    11. selbe Geschichte nochmal. Groenewegen war in dieser Saison bisher extrem dominant und hat mit die besten Helfer. Kann natürlich viel passieren, vor allem kann man nicht jede Etappe top positioniert sein, aber wenn es läuft, dann läuft es.

    12. Bergetappe, flache Zieleinfahrt
    Leider eine etwas verschenkte Etappe. 2 sehr schöne und lange Anstiege, aber bis zum Ziel dürfte es soweit wieder zusammengerollt sein. Alaphilippe macht es als sprintstärkster Kletterer.

    13. Zeitfahren.
    Der Weltmeister gewinnt. Sieg für Rohan Dennis vor Geraint Thomas und Tony Martin.

    14. Endlich mal wieder eine Bergankunft.
    Nairo Quintana setzt sich auf über 2000 Metern durch.

    15. Bergankunft
    Geraint Thomas zieht auf den letzten 600 Metern den Sprint and und distanziert alle anderen Kletterer.

    16. Sprintetappe
    Die Berge haben einigen Sprintern viel Kraft gekostet. Allen voran der schwere Groenewegen musste leiden. Caleb Ewan macht es.

    17. Ausreißeretappe nach Gap.
    Einen Sprint dürfte einzig und allein Bora für Peter Sagan bevorzugen. Die letzte Bergwertung 8 Kilometer vor dem Ziel schreckt die anderen Sprinterteams ab. Die Fluchtgruppe geht und wie damals Hushovd macht es Edvald Boasson Hagen.

    18. Die Etappe für die Bergwertung.
    Viele Klassementfahrer sind durch Pech und Pannen zurückgefallen. Vincenzo Nibali kommt als erster über den Galibier und bringt es mit seinen Abfahrtskünsten bis ins Ziel.

    19. Der höchste Punkt der Tour (2.764 Meter)
    Die Sprinter kommen erneut ordentlich in Bedrängnis und kämpfen gegen das Zeitlimit. Schwer zu sagen, ob es eine Ausreißer- oder Favoritenetappe wird. Ich entscheide mich für ersteres und Giulio Ciccone, Etappensieger und Gewinner Begwertung beim Giro, wird diese Etappe für sich entscheiden.

    20. Letzte Chance im Kampf ums Klassement
    Leider keine wirklich gut designte Etappe. Lange Attacken sind aufgrund des letzten Anstiegs (33,4km@5,5%) unmöglich. Stattdessen wird es ein Zermürbungskampf. Eher nichts für die Ausreißer, die auf diesem langen und exponierten Anstieg sehr im Nachteil sind. Thomas hat die Tour bereits so gut wie sicher und sein Edelhelfer Bernal darf heute für sich fahren.

    21. Champs-Elysees
    Viele Sprinter dürften sich bereits freiwillig oder unfreiwillig (Zeitlimit oder DNF) verabschiedet haben. In den letzten Jahren ist es meist Greipels Etappe gewesen, aber er hat es in diesem Jahr nicht bis zur letzten Etappe geschafft. Groenewegen ist ebenfalls raus und bei Viviani bin ich mir nicht sicher. Ein Ausreißer- oder Solosieg wäre mal wieder schön, ist allerdings extrem unwahrscheinlich. Alexander Kristoff hat wie im letzten Jahr auf diesen Tag gewartet und macht es erneut.
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  15. #2415

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    Zitat Zitat von Lemming Beitrag anzeigen
    Heute gehts endlich los. Wisst ihr, ob es irgendwo einen Livestream (legal) gibt? Soweit ich weiß, wird im TV ja wieder nicht übertragen.
    Doch. ARD, und die ersten Stunden der Etappe auf One, übertragen erneut alles. Im Internet wie gesagt über die entsprechenden offiziellen Livestreams.
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