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Thema: Doping im Fußball

  1. #16
    Avatar von Dude
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    Re: Doping im Fußball

    Hiddink soll ja auch Gerüchteweise im Thema verstrickt gewesen sein, denn seine Mannschaften konnten eigentlich nicht viel (Süd Korea 2002), aber die haben alle in Grund und Boden gerannt.

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 38,00.html

    http://www.sueddeutsche.de/sport/em-dop ... t-1.218357
    Ihr könnt rennen, aber ihr könnt nicht gleiten

  2. #17

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    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von bgsh
    Dazu gibt es auch hier noch ein Radiofeature der ARD.
    Fußball hat ein Dopingproblem. Aber die Fußballwelt will nichts davon wissen. Wollte noch nie etwas davon wissen. Fußball ist Technik, heißt es da, und Doping verbessert nun mal keine Technik. Vergessen wird, dass Fußball auch Kraft und Ausdauer ist. Und dabei hilft Doping sehr gut. Genau wie bei der Regeneration. Die Meldungen mehren sich zu Fällen, in denen Doping vermutet wird. Vermutet. Und auch nachgewiesen.
    Exzellenter Link, Danke.
    Sehr informative Sendung, bins grad am hören.

  3. #18
    Avatar von Stijn
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    Re: Doping im Fußball

    Welche Mannschaftsärzte wohl an der Freiburger Uni studiert haben?

    Aaron Hunt (HSV)

    *Reve rof Nenasap Retep (Irtep)*

  4. #19
    Avatar von gsus
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    Re: Doping im Fußball

    @ zubasa:

    Davon, wie sympathisch und vermeintlich ehrlich verantwortliche Personen im öffentlichen Auftreten rüberkommen, sollte man nicht abhängig machen, ob man glaubt, dass bei Werder oder wem auch immer nicht ebenso gedopt wird, wie bei anderen Clubs. Vorausgesetzt man unterstellt dies zugleich anderen Vereinen. Überhaupt steckt hinter dieser "Wir sind die Guten, wir dopen nicht"-Mentalität aber ja bereits der Ansatz Doping als etwas Schlechtes oder Ehrenloses anzusehen.

  5. #20
    Gast

    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von zubasa
    Zitat Zitat von 11Freunde
    Was genau in den neunziger Jahren bei Juve passierte, ist bis heute nicht geklärt. Aber das etwas passierte, wusste eigentlich jeder. »Haben sie seine verdammten Oberschenkel gesehen?«, fragte im November 1995 ein sichtlich aufgebrachter Walter Smith die anwesenden Journalisten. Seine Mannschaft, die Glasgow Rangers, waren soeben mit 0:4 aus dem Ibrox Park geschossen worden. Und zwar von einer Auswahl talentierter Muskelberge. Die Körper der vom Naturel eher schmächtigen Gianluca Vialli, Alessandro del Piero und Co. waren in kürzester Zeit erstaunlich schnell auf die Ausmaße der Leiber austrainierter Preisboxer angewachsen – nicht nur Smith witterte gezieltes Doping beim italienischen Vorzeigeverein. 1998 ging Roma-Coach Zdenek Zeman mit dem inoffiziell längst geäußerten Vorwurf an die Öffentlichkeit, Juve-Spieler seien mit verbotenen Substanzen aufgepäppelt worden. Bis heute ist keiner der prominenten Angeklagten um Weltfußballer Zinedine Zidane wegen Dopings verurteilt worden. Und auch Juves Macher Moggi überstand jahrelang alle Vorwürfe und wütende Proteste der Konkurrenz mit erstaunlicher Gelassenheit. Dem Journalisten Marco Travaglio hat es Moggi zu verdanken, dass er bald mit einem überaus passenden Spitznamen bedacht wurde: »Lucky Luciano.« Kein Zufall, dass einst ein bekannter Mafia-Boss den gleichen Namen zur Schau trug.
    Auf jeden Fall bringt Doping richtig was beim Fußball. Fitness und Kraft ist ja die Grundlage von allem. Beim Duell zwischen Außenverteidiger und Außenstürmer reicht es schon wenn der eine 1% fitter ist, um komplett überlegen auszusehen. Fitness ist eine Ebene im Spiel auf der konkurriert wird, die man nicht unbedingt wahrnimmt, oder erst wenn einer von beiden dann irgendwann hechelt. Ob Dribblings gelingen oder nicht liegt nicht nur an diesem Sprint, sondern auch an den 20 davor. Vorgeführt werden oder locker ablaufen.

    Im Fußball gibt es was man so liest ja keine ernstzunehmende Dopingkontrolle. Das stimmt wohl umso mehr wie südländischer die Liga ist. Die Bundesliga will ich nicht wirklich ausklammern, aber mehr als raten kann man ja nicht. Selbst wenn die Kontrollen ernst genommen würden, wäre Doping wohl noch möglich. Ich denke aber dass es nicht so flächendeckend und selbstverständlich eingesetzt wird wie im Radsport. Und zumindest bei Bremen bin ich mir dann doch sicher (auch wenn ichs nicht sein kann), dass Schaaf und Allofs als tonangebende Personen das nicht zulassen würden. Dazu sind sie als Menschen für mich zu greifbar und scheinen zu ehrlich..

    Das Beispiel Juve ist doch ein gutes, ebenso Real Madrid und Fuentes. Doping in der Sicht der normalen Menschen ist auch nicht mehr vergleichbar mit dem Doping der Gegenwart, da es mehr darum geht die Potenziale des Sportlers zu optimieren. Regenerationszeit etc. Da wird bei allen, auch bei Werder, an der Grenze der Legalität gearbeitet.

    Zum Beispiel EPO: War lange Zeit nicht mal auf der Liste der Dopingmittel, bis dahin konnte das jeder nehmen und brauchte es nicht mal verheimlichen. Und jährlich kommen neue Mittel, vor allem aus Russland, die niemals erkannt werden können und den Dopingverhandern auch nicht mal bekannt sind. Warum soll ein Sportler, der nun die Wahl zwischen den beiden Seiten hat, sich für den sauberen Sport entscheiden, wenn man ihm risikolos eine bessere Zukunft versprechen kann. Und das u.U. ohne gesundheitliche Risiken.

    Ist schon ein gemeines Spiel, in dem der gewinnt, der am gemeinsten ist.
    Ob bei Werder gedopt wird? Klar. Nahrungsergänzungsmittel sind genau das, aber sie stehen nicht auf der Liste. Ergo dopt Werder legal. Und sollte in der Zukunft mal etwas verboten werden, nimmt man es nicht mehr, ganz einfach. Ohne Risiken.

    Eine Scheißwelt ist es

  6. #21

  7. #22
    Avatar von Azad
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    Re: Doping im Fußball

    Schlecht und Ehrenlos ist es ja, sonst wäre es erlaubt. Aber die Welt ist nunmal schlecht und im Leistungssport wirste eben nix ohne Stoff.
    "Wer eine intelligente, geduldige und schöne Frau sucht, sucht eigentlich drei Frauen." - Oscar Wilde

  8. #23

  9. #24
    Gast

    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von gsus
    @ zubasa:

    Davon, wie sympathisch und vermeintlich ehrlich verantwortliche Personen im öffentlichen Auftreten rüberkommen, sollte man nicht abhängig machen, ob man glaubt, dass bei Werder oder wem auch immer nicht ebenso gedopt wird, wie bei anderen Clubs. Vorausgesetzt man unterstellt dies zugleich anderen Vereinen. Überhaupt steckt hinter dieser "Wir sind die Guten, wir dopen nicht"-Mentalität aber ja bereits der Ansatz Doping als etwas Schlechtes oder Ehrenloses anzusehen.
    Hatten wir ja schon von chromberg in diesem Thread - das böse ausland dopt, die Bundesliga ist sauber.


  10. #25

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    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von gsus
    @ zubasa:

    Davon, wie sympathisch und vermeintlich ehrlich verantwortliche Personen im öffentlichen Auftreten rüberkommen, sollte man nicht abhängig machen, ob man glaubt, dass bei Werder oder wem auch immer nicht ebenso gedopt wird, wie bei anderen Clubs. Vorausgesetzt man unterstellt dies zugleich anderen Vereinen. Überhaupt steckt hinter dieser "Wir sind die Guten, wir dopen nicht"-Mentalität aber ja bereits der Ansatz Doping als etwas Schlechtes oder Ehrenloses anzusehen.
    Stimmt schon alles, aber 1. denke ich dass TS sich ziemlich deutlich von Doping (Und damit mein ich nicht Kreatin oder Protein Pulver) distanzieren würde und 2. mein ich mit greifbar, dass man beide in der Stadt oder beim einkaufen treffen kann, ich tatsächlich Leute kenne, die mit ihm am Wochenende grillen, usw.
    Magath, Hoeneß, Hoffmann, Rangnick, .. das fällt dagegen dann doch deutlich ab.

    Im allgemeinen Spritzen im Spitzensport Thread wurde ja auch schon immer gefragt, ob Doping zwingend als etwas schlechtes anzusehen ist. MMn ist Dopingkontrolle auch als Schutz vor sich selber zu sehen. Die Mittel sind ja nicht gesund für den Sportler, die Mittel meist nicht medizinisch geprüft. Die Leute ruinieren sich die Gesundheit und das muss man dann auch soweit eindämmen, dass sie sich nicht den Wettbewerbsdruck unterwerfen müssen, weil es sonst jeder nimmt.
    Auch sind die Grenzen bei Doping irgendwie fließend, aber irgendwo ist eine Grenze zur Ächtung notwendig, wie unscharf diese auch ist.

    Maddin: Hab ich nicht gesagt, mein ich auch nicht.
    whattaya gonnado

  11. #26

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    Re: Doping im Fußball

    selbstverständlich muss man davon ausgehen, dass im fussball auch gedopt wird.

    dazu wird die körperliche komponente eben immer wichtiger. und vor 20 jahren haben noch dünne heringe in der breite fussball gespielt.

    da ist ja auch z.b das engagement von kugel bein unsund der erfassung von körperlichen werten ja nur die gute seite der medaille an der man diese steigerung in der wahrnehmung der verantwortlichen sehen kann.

    Das führt ja zu der Frage: wie kriegen wir die spieler auf einen idealen körperlichen zustand, möglichst in einen besseren als unsere gegner?

    Und schon ist man an dem punkt an dem es sich darum geht ob man nur das legale ausnutzt an trainingsmethoden, ernährung etc...und wie verbreitet ist es darüber hinaus zu gehen.

    fitness wird da in vielen fällen von sportberichterstattung auch sehr schnell in den bereich des willen und der motivation gebracht.
    und es wird die frage aufgeworfen ob man nicht den willen sich nochmal aufzurafffen um die niederlage abzuwenden.

    Das die andere mannschaft da nicht nur spielerisch sondern oftmals auch körperlich einfach besser ist kommt mir da zu kurz und man ist dann doch wieder beim "kämfen und gras fressen kann jeder..."

  12. #27

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    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von gsus
    Habt ihr euch eigentlich auch gefragt, wieso Werder in der letzten Saison so auffällig fit und konditionsstark in der Schlussviertelstunde war? Wir haben gerade da einige Spielen noch umbiegen können, obwohl wir zum Teil unter der Woche noch Europa- oder DFB-Pokalspiele hatten. Gegen Genua lief's aktuell ganz ähnlich. Das einzig auf die Fähigkeiten von Fitnesscoach Kugel zu schieben, ist natürlich der einfachste Weg.
    na, zumindest gibt es da einen deutlichen zeitlichen Zusammenhang zwischen der konditionellen Verbesserung und übrigens auch dem selteneren Auftreten von Verletzungen und dem Aufpimpen unserer Fitness-Abteilung, die ja nicht nur aus Kugel bestand.

    Tja, schwierig, im Profi-Fußball wird mir Sicherheit gedopt und Werder scheint in den jüngster Zeit international tatsächlich körperlich besser mithalten zu können. Aber andererseits kann ich mir Schaaf beim Ausarbeiten von Doping-Plänen beim besten Willen nicht vorstellen. Ich weiß, das Argument ist naiv, aber so ein Betrug würde zur Werder-Ethik irgendwie nicht passen. Ist vielleicht aber auch mehr Hoffnung als wirklicher Glaube.

  13. #28
    Avatar von Azad
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    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von HeadhunterSVW
    Und das u.U. ohne gesundheitliche Risiken.
    Das ist so gut wie unmöglich.
    "Wer eine intelligente, geduldige und schöne Frau sucht, sucht eigentlich drei Frauen." - Oscar Wilde

  14. #29

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    Re: Doping im Fußball

    kugel offenbahrt durch seine existenz und zunehmende wichtigkeit in unserem team einfach das gestiegene bewusstsein für die körperliche leistungsfähigkeit und dies auch gezielt anzugehen. und dies lässt sich dann nicht beim thema doping mit "ach wat, hilft eh nix" wegwischen.

    solange training entweder nur wenig aus körperlichem training oder dem guten alten "laufen bis der erte kotzt" bestand konnte man noch deutlich eher so argumentieren. und es vielleicht auch so zu meinen.

    Mittlerweile bekommts eine gewisse scheinheiligkeit.

    wenn "kugel" hilft dann hiflt doping auch, und die kombination von beidem gleich doppelt:
    steigerung der leistungsfähigkeit durch mittelchen
    und gut ausgebildete trainer die den körper bewusst und zielgerichtet trainieren und vorbereiten.

  15. #30

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    Re: Doping im Fußball

    Zitat Zitat von George Weah
    Aber andererseits kann ich mir Schaaf beim Ausarbeiten von Doping-Plänen beim besten Willen nicht vorstellen. Ich weiß, das Argument ist naiv, aber so ein Betrug würde zur Werder-Ethik irgendwie nicht passen. Ist vielleicht aber auch mehr Hoffnung als wirklicher Glaube.
    Darüber wissen wir zu wenig von den Ausmaßen im Profifußball. Wenn es z.B. flächendeckend wäre, dann entsteht gar kein Unrechtbewusstsein, weil man niemanden betrügt.
    Es könnte auch sein, dass man dies den einzelnen Spielern überlässt. Eigener Fitnesstrainer etc. Wie genau das beim Fußball abläuft, ist ja völlig im Dunklen.
    Man wird es wohl auch kaum rausfinden. Genauso wie im Radsport. Da haben alle so überzeugend lügen können, dass man bis heute nicht weiß, wer da jetzt noch lügt oder die Wahrheit sagt und nix von dem wusste und belogen wurde.
    Ich würde das bei Werder mit Sicherheit nicht ausschließen, nur weil die Verantwortlichen sympathisch wirken. Aber die Hoffnung ist natürlich da, dass es bei Werder nicht der Fall ist und daran möchte man eben glauben.

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