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Thema: Wer liesst denn noch Heutzutage?

  1. #1
    Avatar von Schmolle
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    Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Epilog: Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herrn....

    Nun denn - die erste "Maxime" die ich breche - im Sinne von "Es gibt nur eine Regel, zu wissen, wann man sie bricht!" (aus "Auf der Suche nach dem goldenen Kind"-Film) betrifft meinen Literaturthread.

    So denn.

    Also auch hier! Auch weil garrincha darum eben so höflich bat!

    Was mir wohl nicht gleingen wird, ist, Themen von 3.0 hier im "follow-up 2.0" rüber zu adaptieren. Was ich höchstens dann machen sollte/könnte, wenn "dortige" Themen/Bücher hier "reinpassen".
    so wird dann also meine "Moderation" in etwa ausfallen. Wenn beide Threads, obwohl gleichen Namens, völlig andere Themen anschneiden, dann ist das eher gewollt und ich werde es nicht unterbinden.

    Der Threadtitel ist so wie er ist richtig und gut - jetzt, dadurch daß er einen eideutigen Wiedererkennungswert hat, sowieso

    Ich hoffe auf qualitativ gutes Feedback in diesem Thread!
    Armed and gunning i'll be running through a world that's in decay

  2. #2
    Avatar von Isy
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    Re: Wer liesst denn noch heutzutage?


    Sehr schön. Der Thread wäre der einzige Grund für mich gewesen noch ins WOL Forum zu schauen.

  3. #3
    Avatar von garrincha
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    Re: Wer liesst denn noch heutzutage?

    Das heutzutage muss aber gross!!!! Daher: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Ein Buch, das mich in letzter Zeit sehr beeindruckt hat - weniger aus stilistischen Grúnden, sondern einfach nur wegen der Geschichte - war "Aimée und Jaguar", die Geschichte einer lesbischen Liebe im Kriegs-Berlin der 40er Jahre. Aimée ist brave Hausfrau und Mutter vierer Kinder, Mann an der Front, Ehe ohnehin eher scheisse. Jaguar ist eine Freundin von Aimées Hausangestellter. Aimée ist von Jaguar vollkommen fasziniert, und daran ändert auch das Bekenntnis Jaguars nichts, dass sie Jüdin sei. Jaguar lebt als U-Boot undercover mal hier, mal da, immer auf der Hut vor den Häschern der Nazis. Sie zieht bei Aimée ein. Bis es schief geht und sie verhaftet wird.

    Wurde glaube ich auch mal verfilmt.

  4. #4
    Avatar von Schmolle
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Dann muß ich mir mal langsam überlegen, ob ich da nicht noch mehr von mache!

    @garrincha wg. Threadtitel
    Ohhhh! Meister! Ich redigiere!

    wg. "Aimee und Jaguar"
    Den Film sah ich (allerdings wohl nur etwas mehr als die Hälfte, hab per Zufall vor x Jahren reingezappt). Detlev Buck spielt den Mann der Aimee (Ich glaube der Film ist von 1998/1999)
    Bin nicht gerade vom Hocker gefallen, als ich ihn sah.
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  5. #5
    Avatar von Isy
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Zur momentanen Klausur- und Examensvorbereitungszeit versuche ich so viel wie möglich zu den Themen "Die Psychologie der Gruppe", "Ausländerpädagogik", "interkulturelle Pädagogik", "Devianztheorien" etc. zu lesen. Um nicht ganz in der Welt der Theorien zu versinken, habe ich die letzten Tage noch mal "Brennen muß Salem" gelesen.

    Außerdem liegt das Buch "Das Handwerk des Tötens" von Norbert Gstrein bereit, um gelesen zu werden.

    Im Sommer 1999 kommt der österreichische Journalist Christian Allmayer, der seit den ersten Schüssen über den Zerfall Jugoslawiens berichtet hat, bei einem Hinterhalt im Kosovo um. Paul, ein verhinderter Schriftsteller und Verfasser von Reiseberichten, der ihn aus seiner Studienzeit kennt, nimmt das zum Anlaß, einen Roman über Leben und gewaltsamen Tod dieses zum Fall gewordenen Mannes zu schreiben. Auf dessen Spuren fährt er gemeinsam mit seiner Freundin Helena, deren Eltern aus Dalmatien stammen, und dem namenlosen Ich-Erzähler durch frühere Kampfgebiete in Kroatien und in Bosnien, um sich inmitten der immer noch sichtbaren Verwüstungen ein Bild von der Arbeit eines Kriegsberichterstatters zu machen.
    Dabei sucht Paul auch einen seither zum "Entertainer" aufgestiegenen ehemaligen Kriegsherrn auf, den Allmayer damals an der serbisch-kroatischen Front interviewt hat, und stellt ihm dieselbe Frage wie er: "Wie ist es, jemanden umzubringen?" Auch ohne eine Antwort öffnet sich durch diese Begegnung für ihn der Abgrund einer Geschichte, deren düsteres Licht selbst auf den zunächst unbeteiligt erscheinenden Beobachter fällt. Am Ende muß er erkennen, daß man nicht ungestraft Erkundungen nach einem der letzten Dinge anstellt.
    Das Handwerk des Tötens ist ein großer Roman über die jüngsten Kriege auf dem Balkan, in dem Norbert Gstrein immer neu das Dilemma auslotet, zwischen "vorheriger Hetze" und "nachträglichem Kitsch" über die schlimmsten Greuel schreiben zu wollen, obwohl "es von vornherein zu spät ist und sich mit dem Geschriebenen kein Toter mehr zum Leben erwecken läßt".

  6. #6
    Avatar von Schmolle
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    "Kriegslektüre" wurde bislang kaum angerissen. "Endstation Kabul" und der Bericht des UN Generals über den Bürgerkrieg in Rwanda fallen mir jetzt ein.

    Das mit "Mußlesen" fürs Studium kenne ich. Und genauso wie du, habe ich mich unbewußt von nem belletristischem Werk gern ablenken lassen.
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  7. #7
    Volker Racho
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    ich habe mir vorgenommen, in den semesterferien "Der Aufmacher" und "Zeugen der Anklage" von günter wallraff zu lesen. mit dem aufmacher bin ich schon fast durch. ein muss für jeden, der schon immer meinte, dass bei der "BILD" nicht alles mit rechten dingen ablaufen würde. "BILD"-freunden bzw. freunden aller anderen zeitschriften und zeitungen des axel springer verlags werden durch diese bücher evtl. die augen geöffnet.

  8. #8
    Avatar von Neil McCauley
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Zitat Zitat von Schmolle
    "Kriegslektüre" wurde bislang kaum angerissen. "Endstation Kabul" und der Bericht des UN Generals über den Bürgerkrieg in Rwanda fallen mir jetzt ein.
    Du meinst Roméo Dallaire „Shake Hands with the Devil“? Ein klasse Buch, leider nur auf Englisch zu bekommen. (Edit sagt: stimmt nicht, www.zweitausendeins.de)
    Ist aber schwere Kost, nicht jedermans Sache.

    Wer ein deutsches Buch zu diesem Thema haben will, dem sei empfohlen: Allison Des Forges „Kein Zeuge darf überleben – Der Genozid in Ruanda“.
    You don't even know my real name. I'm the fucking Lizard King.

  9. #9
    Avatar von MaxUnknown
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Gibts Empfehlungen von Usern in Richtung Kafka?

  10. #10
    Avatar von brat-set
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Zitat Zitat von Neil McCauley
    Zitat Zitat von Schmolle
    "Kriegslektüre" wurde bislang kaum angerissen. "Endstation Kabul" und der Bericht des UN Generals über den Bürgerkrieg in Rwanda fallen mir jetzt ein.
    Du meinst Roméo Dallaire „Shake Hands with the Devil“? Ein klasse Buch, leider nur auf Englisch zu bekommen.
    Ist aber schwere Kost. Sollte man vielleicht erwähnen.
    :ibu:
    :talcid:

  11. #11
    Avatar von brat-set
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Dann empfehle ich mal meinen Lieblingsschriftsteller Thomas Bernhard.
    Wittgensteins Neffe.Eine Freundschaft
    :ibu:
    :talcid:

  12. #12
    Avatar von Schmolle
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Wg. "Shake hands with the devil"
    Genau das Buch meinte ich an Neil McCauley
    Schwere Kost, mit Sicheheit undnciht nur im Original:

    Es gibt ne Übersetzung von "Shake hands with the devil" und zwar:
    "Handschlag mit dem Teufel" im zweitausendeinsverlag exklusiv. einfach www.zweitausendeins.de anklicken und dort bestellen als Tipp, wers zu nem fairen Preis und auf deutsch übersetzt lesen möchte.

    @MaxUnknown
    Wenn du ein Buch meinst, als Einstieg in das Werk Kafkas wird meist auf "Der Prozess" verwiesen. Ich kann dir nicht sagen, wie das Werk ist. Ich habe es bislang nicht gelesen. Ich las "Das Schloß". Da dreht es sich darum, das ein Landvermesser angestellt wird vom Schlossherren er diesen defcto aber nicht zu sehen bekommt und der Auftrag auch nur vage umrissen ist - die Schlossverwaltung kann und darf ihm nicht sagen worum es sich handelt, der Schlossherr könnte es, aber der ist nicht zu sprechen, nicht da oder .... tja: Liesst sich (für mich) sehr satirisch, andererseits weiß jeder, der sich mal mit ner Behörde "angelegt" hat, sofrt Bescheid und ist drauf und drann (vielleicht) "an die Decke zu gehen".
    Kafkas Werke sind derzeit komplett und günstig auch bei 2001 zu bekommen (fürn 8ter)
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  13. #13
    Avatar von Neil McCauley
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Zitat Zitat von Schmolle
    Wg. "Shake hands with the devil"
    Genau das Buch meinte ich an Neil McCauley
    Schwere Kost, mit Sicheheit undnciht nur im Original:

    Es gibt ne Übersetzung von "Shake hands with the devil" und zwar:
    "Handschlag mit dem Teufel" im zweitausendeinsverlag exklusiv. einfach www.zweitausendeins.de anklicken und dort bestellen als Tipp, wers zu nem fairen Preis und auf deutsch übersetzt lesen möchte.
    Für den Hinweis.
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  14. #14
    Avatar von MaxUnknown
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Zitat Zitat von Schmolle
    @MaxUnknown
    Wenn du ein Buch meinst, als Einstieg in das Werk Kafkas wird meist auf "Der Prozess" verwiesen. Ich kann dir nicht sagen, wie das Werk ist. Ich habe es bislang nicht gelesen. Ich las "Das Schloß". Da dreht es sich darum, das ein Landvermesser angestellt wird vom Schlossherren er diesen defcto aber nicht zu sehen bekommt und der Auftrag auch nur vage umrissen ist - die Schlossverwaltung kann und darf ihm nicht sagen worum es sich handelt, der Schlossherr könnte es, aber der ist nicht zu sprechen, nicht da oder .... tja: Liesst sich (für mich) sehr satirisch, andererseits weiß jeder, der sich mal mit ner Behörde "angelegt" hat, sofrt Bescheid und ist drauf und drann (vielleicht) "an die Decke zu gehen".
    Kafkas Werke sind derzeit komplett und günstig auch bei 2001 zu bekommen (fürn 8ter)
    Dankedanke

    Das passt sich sogar sehr gut, da das einzige Buch (ist übrigens eines von 2001) das ich bereits habe, u.a. den Landarzt und eben auch den Prozess enthält.

  15. #15
    Avatar von Schmolle
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    Re: Wer liesst denn noch Heutzutage?

    Ich habe gerade Benjamins Franklins Autobiographie gelesen. Im Moment ist Biographien ein bißchen mein Steckenpferd geworden. Man kann ne Menge für sich von ihnen lernen.

    Volker Racho warf den Autor Günter Wallraff ein, von dem mir "Ganz unten" bekannt ist. Er verkleidete sich als Türke, um nachvollziehen zu können, wie es sich so als türkischer Gastarbeiter in Deutschland lebt - in der Arbeitswelt. Das Buch ist aus den frühen Achtzigern. Man würde es wohl heute eher als Sensationslektüre einstufen. Es erschien damals im Sternverlag.
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