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Thema: Wir sind eben nicht Freiburg

  1. #1

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    Wir sind eben nicht Freiburg

    Über lange Jahre kam es mir so vor, dass Werder das Vorbild für diverse Vereine war, die sich nach oben kämpfen wollten. Von Freiburg und Mainz habe ich das z.B. oft gelesen, natürlich schon länger her.
    Bis vor einigen Wochen hatte ich wirklich die Hoffnung, dass man im schlimmsten Fall sich umgekehrt ein Beispiel an Freiburg nehmen könnte: Einen Abstieg als sportlichen Misserfolg zu akzeptieren und ihn mit den identischen Verantwortlichen wieder zu korrigieren. Tja, Pustekuchen. Finke stieg mit Freiburg 3 mal auf und 3 mal ab, ohne deswegen rausgeworfen zu werden. Und Streich konnte auch nach dem Abstieg 2015 weiter machen, das Ergebnis ist bekannt.
    Ohne es belegen oder widerlegt werden zu können: ich denke, dass wir mit dem Verbleib von Bode und Kohfeldt besser gefahren wären.
    Aber wenn die Vielzahl von Fans, die z.B. in der Rubrik Manschaft an kaum einem unserer Spieler und schon gar nicht an den Funktionären ein gutes Haar läst, repräsentativ ist, dann passt das schon – Werder ist leider auf dem Weg, der Verein zu werden, den diese Fans verdienen… oder ist es schon.

  2. #2

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    Werder war lange ein ruhmreicherer und stolzerer Verein, als Freiburg es je sein könnte. Kann man einfach nicht vergleichen. Um mal nur auf die Fanseele einzugehen: Abstiege sind inakzeptabel, wenn Du mal ganz oben warst und der langgedienteste Bundesligist. Ich finde Freiburgs Bilanz verheerend. Von so einem Verein will ich nicht Fan sein. (Von Werder also... auch nicht).

  3. #3
    Avatar von *Hone*
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    Bitte schließen, wer es immer noch nicht begreift, dass Freiburg und Werder eben von den Ausgangspositionen nicht zu vergleichen sind, der wird es nie verstehen. Diese besch.. Argumentation ist ein Freifahrtschein fürs eigene Versagen.


    “Hooray Hooray/the Bullfighter dies/ and nobody cries/ because we all want the bull to surive.“

    Morrissey


  4. #4

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    Zitat Zitat von *Hone* Beitrag anzeigen
    Bitte schließen, wer es immer noch nicht begreift, dass Freiburg und Werder eben von den Ausgangspositionen nicht zu vergleichen sind, der wird es nie verstehen. Diese besch.. Argumentation ist ein Freifahrtschein fürs eigene Versagen.
    wow, das ist Diskussionskultur. Ich bin Werder Fan seit dem Aufstieg – aus meiner Perspektive kam Werder damals aus der 2. Liga. Wir wurden später Meister, Pokalsieger, spielten CL, etc.
    Freiburg war noch geraume Zeit länger zweitklassig, für die ging es erst deutlich später aufwärts und auch nie so hoch.
    Aber an irgendeinem Punkt dieser beiden Vereinshistorien haben sich die Erfolgswege gekreuzt- für uns auf dem Weg nach unten, für Freiburg eher nach oben. An diesem Punkt waren wir quasi gleichauf, auch wenn der selbst im Nachhinein schwer zu bestimmen ist, zumal diverse Faktoren da reinspielen. Aus dieser langfristigen Betrachtung heraus ist Dein Satz „dass Freiburg und Werder eben von den Ausgangspositionen nicht zu vergleichen sind“ nicht zielführend. Und dass Du ihn dann noch mit „nicht begreifen“, „nie verstehen“ garnierst, um dann noch „besch.. Argumentation“ drauf zu setzen, sagt nur was über Dich aus... "eigene Versagen", alles klar.

    Und selbst wenn die "Ausgangspositionen" nicht zu vergleichen wären (müssen die identisch sein, bevor Du dazu die Erlaubnis gibst?) - soll das ein Grund sein, warum man nicht fragen kann, ob das Freiburger Festhalten am Trainer auch bei Abstieg nicht auch woanders möglich ist?
    Aber ja, "bitte schließen", was für eine Antwort.

  5. #5
    Avatar von defensivverweigerer
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    wtf

    Ich mach gleich wir sind eben nicht Bielefeld auf.
    "Punks sind auch nur Hippies. Mit schlechter Laune!" (Amy Taylor)

    http://stolpersteine-bremen.de/

  6. #6
    Avatar von *666*
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    Auch nur selbstgerechtes "Ich bin ein besserer Fan"-Geseier. Was Werder und Freiburg unterscheidet:
    - Freiburg hat eine gesunde Kostenstruktur,
    - eine funktionierende Transferpolitik, die ihnen immer wieder Spieler kostet, aber notwendige Einnahmen einbringt. Ein klassischer Ausbildungsklub
    - sie haben mit Streich einen Trainer, der ein klare Philosophie vorgibt, in der jeder Spieler keine überfordernden Aufgaben zu leisten hat. Dort spielt ein Grifo nicht 6er oder Petersen Linksaußen, weil man überraschen will
    -Freivurg hat eine funktionierende Jugendakademie, auf die seit den 80ern fest gesetzt wird.

    Um die Frage zu beantworten: Ja, Werder ist nicht wie Freiburg, da man sportlich und wirtschaftlich desaströs geführt wurde in den letzten Jahren. Weder hat man hier begriffen, Transfererlöse zu erzielen, noch war man so klug und weitsichtig und hat seine Strukturen so angepasst, dass man auch einen Abstieg meistern kann. Während die Freiburger sich mit realistischen Zielen begnügen, hatte man bei Werder den Kopf in den Wolken und hing alten Zeiten nach. Im Übrigen etwas, was in Freiburg nicht der Fall ist. Oder sieht man dort Todt und Cardoso werkeln? Nö. Daher: Ja zur Aussagw aber aus anderen Gründen.

  7. #7
    Avatar von WhiteHorse
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    Aber Freiburg hat auch noch nie was gewonnen.
    Liberté, Égalité, FuckAfdé

  8. #8

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    *666*
    "Auch nur selbstgerechtes "Ich bin ein besserer Fan"-Geseier." - Ich kann Dich leider nicht daran hindern, mich so anzukacken - aber dass Du dann mir "selbstgerecht" vorhälst, ist absurd, merkst Du hoffentlich irgendwann selber.

    Es hätte Werder gut angestanden, auch beim Absteig am Trainer fest und Bode im Amt zu halten. Das ist meine Meinung.
    Und ich fände es gut, wenn nicht quasi jeder Spieler in diesem Forum so abgewertet werden würde, wie das leider passiert. "Will den hier nicht mehr sehen" ist dabei noch das mildeste.
    Die Wechselwirkung zwischen Fans und Verein ist derzeit doch ganz überwiegend negativ, was soll das bringen? Mir ist das meiste hier überkritisch bis destruktiv.

  9. #9
    Avatar von *Hone*
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    Zitat Zitat von c42walli Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von *Hone* Beitrag anzeigen
    Bitte schließen, wer es immer noch nicht begreift, dass Freiburg und Werder eben von den Ausgangspositionen nicht zu vergleichen sind, der wird es nie verstehen. Diese besch.. Argumentation ist ein Freifahrtschein fürs eigene Versagen.
    wow, das ist Diskussionskultur. Ich bin Werder Fan seit dem Aufstieg – aus meiner Perspektive kam Werder damals aus der 2. Liga. Wir wurden später Meister, Pokalsieger, spielten CL, etc.
    Freiburg war noch geraume Zeit länger zweitklassig, für die ging es erst deutlich später aufwärts und auch nie so hoch.
    Aber an irgendeinem Punkt dieser beiden Vereinshistorien haben sich die Erfolgswege gekreuzt- für uns auf dem Weg nach unten, für Freiburg eher nach oben. An diesem Punkt waren wir quasi gleichauf, auch wenn der selbst im Nachhinein schwer zu bestimmen ist, zumal diverse Faktoren da reinspielen. Aus dieser langfristigen Betrachtung heraus ist Dein Satz „dass Freiburg und Werder eben von den Ausgangspositionen nicht zu vergleichen sind“ nicht zielführend. Und dass Du ihn dann noch mit „nicht begreifen“, „nie verstehen“ garnierst, um dann noch „besch.. Argumentation“ drauf zu setzen, sagt nur was über Dich aus... "eigene Versagen", alles klar.

    Und selbst wenn die "Ausgangspositionen" nicht zu vergleichen wären (müssen die identisch sein, bevor Du dazu die Erlaubnis gibst?) - soll das ein Grund sein, warum man nicht fragen kann, ob das Freiburger Festhalten am Trainer auch bei Abstieg nicht auch woanders möglich ist?
    Aber ja, "bitte schließen", was für eine Antwort.
    Diese sinnlose Diskussion, die von vermeintlichen Fußballromantikern immer wieder angefacht wird, geht mir einfach auf den Keks.
    Ich habe das auch schon inhaltlich versucht aufzudröseln, nicht das ich dafür besonders prädestiniert bin, aber ich wohne nun mal in der Nähe von Freiburg und höre auch das ein oder andere zum Verein.
    Man vergisst nur ein paar Fakten, Werder hat Rekordinvestitionen ohne sportlichen Erfolg, mit der Absicht diesen im nächsten Jahr zu generieren getätigt , während Freiburg desöfteren die besten Spieler abgegeben hat und mit einem sehr bescheidenen Gehaltsniveau den Klassenerhalt ausgerufen hat. Hier der Sugar Daddy mit Spendierhosen und einem Trainer der völlig überschätzt wird und da der sehr bescheiden wirtschaftende Verein mit einem guten Trainer.
    Warum sollten diese Szenarien vergleichbar sein? Warum sollte das eine Rechtfertigung sein, um einen Trainer der zahlreiche Negativrekorde in der langen Bundesligahistorie Bremens aufgestellt hat, den unattraktivstem Fußball den ich in den letzten 40 Jahren von Werder gesehen habe spielen lässt, auch in der zweiten Bundesliga weiter zu beschäftigen?

    Es gibt eigentlich nur einen Grund, damit man einen an den Haaren herbeigezogenen Grund hat, seinen Trainer Kohfeldt weiter bei Bremen zu sehen.
    Niemals hätte Freiburg an Kohfeldt bei einem Abstieg festgehalten unter den gleichen Rahmenbedingungen, wie Werder. Das liegt einzig und allein daran, dass Streich einfach mit bescheidenen Mitteln deutlich bessere Ergebnisse liefert.


    “Hooray Hooray/the Bullfighter dies/ and nobody cries/ because we all want the bull to surive.“

    Morrissey


  10. #10
    Avatar von Nur-Ab-Sal
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    Bei den ganzen Vergleichen zu Streich bzgl. Kontinuität und "man hätte auch mit FK weitermachen können/sollen"

    Ein Aspekt, der meines Erachtens sehr entscheidend ist: Streich war - fast alle anderen Trainer auch - mal Profifussballer. FK eben nicht.

    Und gerade in Krisenzeiten ist es nicht verwunderlich, wenn der eine oder andere Spieler nicht mehr an den Matchplan vom Trainer glaubt. Und wenn es nur 1 oder 2 Spieler sind, bricht das Kartenhaus zusammen. Und man glaubt einem Trainer, der es zum Profi geschafft hat, nunmal mehr als einem, der in der Landesliga gekickt hat. Es spricht nur keiner aus.
    Die Ausnahmen von Trainern, die es ohne signifikante Profierfahrung als Spieler dauerhaft geschafft haben, kann man an einer Hand abzählen (Nagelsmann, Ragnick).
    "Wenn man nen Elfer schiesst, kann man verschiessen. Aber wenn man nicht schiesst, kann man sowieso nicht treffen!"

  11. #11
    Avatar von HeMan
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    Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk.

    Zum Thema:

    Freiburg hat sich halt frühzeitig realistische Ziele gesetzt und handelt entsprechend. Wir hatten eine "Übergangssaison", in der wir die besten Spieler verkauft haben und die Handelnden sich der Illusion hingegeben haben, dass man trotzdem plötzlich im nächsten Jahr wieder oben mitspielt. Freiburg hat viel früher die Bedeutung der Jugendarbeit für "kleinere" Clubs erkannt und entsprechend auch gute Nachwuchstrainer frühzeitig geholt. Dass Streich ein so guter Trainer ist, war dann natürlich auch ein wenig Glück, zumal man ja erst auf Sorg gesetzt hatte. Kohfeldt ist es halt nicht. Daher ist der entscheidende Unterschied nicht der, dass man nach dem Abstieg den Trainer behält. Kritisch sehe ich eher, dass jetzt der Aufsichtsrat zurücktritt. Hier wäre Kontinuität wichtig. Grundsätzlich denke ich nicht, dass jemand dort fahrlässig gehandelt hat. Es wurde halt nur überall im Club über Jahre unterdurchschnittlich performt. Da muss man dann bei 10 Saisons irgendwann mit einem Abstieg rechnen.

  12. #12

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    Freiburg war beim Abstieg damals in einer ganz anderen Situation. In der wären wir inzwischen bei einem erneuten Aufstieg zwar auch angekommen, aber Werder hatte nicht das Standing, dass ein Abstieg erwartbar oder okay war. Das wäre er in Freiburg inzwischen übrigens auch nicht mehr, und zwar schon seit einiger Zeit. Die würden in der jetzigen Situation nicht mit Streich in die zweite Liga gehen.

  13. #13
    Avatar von Schmolle
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    Wir sind Werder.
    Damit ist dieser Thread obsolet.

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