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Thema: Impfen: Strategien, Gegner und Diskussionen

  1. #12181

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    Schon klar. Ich verstehe nur nicht, warum 2 Gremien erforderlich sind. Zulassungsbehörde prüft ja nicht nur, ob da nicht Rattengift gespritzt wird, sondern auch, ob das Zeug die versprochene Wirkung hat. Den Rest kann ich doch mit meiner Ärztin klären.

    Verstehe nicht, wozu es da die Stiko braucht.

  2. #12182
    Avatar von Wümme Wiese
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    Du kannst das sicher mit Deiner Ärztin klären und im Grunde ist die Stiko auch nicht zwingend erforderlich. Aber... Impfung ist nicht erst seit Corona ein umstrittenes Thema bei dem viel Unsicherheit und Missinformation im Umlauf sind. Deshalb ist das eine sinnvolle Institution die Fachliteratur auswertet und Empfehlungen ausspricht. Das ehrenamtliche Engagement ist grundsätzlich auch lobenswert. Allerdings ist die STIKO mMn wie viele Institutionen in der Pandemie leicht überfordert.

  3. #12183

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    Was bei der STIKO zum Teil aber durchaus aufgrund der Struktur entschuldigt werden kann.

  4. #12184
    Avatar von Wümme Wiese
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    Entschuldigen kann man vieles, dass löst nur leider das Problem nicht.

  5. #12185

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  6. #12186

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    Zitat Zitat von Rob Sweater Beitrag anzeigen
    Schon klar. Ich verstehe nur nicht, warum 2 Gremien erforderlich sind. Zulassungsbehörde prüft ja nicht nur, ob da nicht Rattengift gespritzt wird, sondern auch, ob das Zeug die versprochene Wirkung hat. Den Rest kann ich doch mit meiner Ärztin klären.

    Verstehe nicht, wozu es da die Stiko braucht.
    Es gibt hunderte zugelassener Impfstoffe. Die braucht man nicht alle. Die Stiko empfiehlt, welche für wen sinnvoll sind. Die Zulassung wird auch nicht so schnell aktualisiert. Empfehlungen ändern sich schneller.

    - Beispiel FSME: Komplette Zulassung vorhanden, allerdings wird es nur Menschen in Risikogebieten empfohlen oder welchen, die hinreisen wollen.
    - Beispiel Pocken: Zugelassener Impfstoff seit 2013 auf dem Markt. Wird allgemein aber nicht mehr empfohlen, da die Pocken als ausgerottet gelten. Jetzt wird es bestimmten Risikogruppen aufgrund der Affenpocken empfohlen.
    - Beispiel Corona für Kinder. Seit Herbst zugelassen, aber nur für Riiskogruppen voll und für die anderen eingeschränkt empfohlen. Seit 4 Wochen eine Impfung empfohlen. Vierte Impfung nur für alte Menschen und Risikogruppen empfohlen, obwohl für alle Erwachsenen zugelassen.
    - Beispiel Influenza: Impfung für Kinder und Erwachsene verfügbar. Jährliche Impfempfehlung für Risikogruppen und ältere Menschen. Eingeschränkte Empfehlung für die anderen.

    Gerade die Influenzaimpfempfehlung wird ebenfalls seit Jahren diskutiert. Die Wirkung der Impfung ist bei älteren Menschen in bestimmten Saisons schlicht nicht vorhanden, in anderen Saisons zumindest schwächer als bei jüngeren. Das liegt daran, wie gut der Impfstoff passt und an der besseren Immunantwort der Jüngeren. Im Schnitt hilft die Impfung natürlich schon. Sonst gäbe es die Empfehlung nicht.
    Die Stiftung Warentest empfiehlt im Gegensatz zur Stiko besonders auch jüngere Menschen zu impfen, damit diese das Virus eben nicht zu den Risikogruppen tragen. Genau solche Dinge unterstützt die Stiko traditionell ungerne. Das erklärt auch, warum man relativ spät mit Empfehlungen für Kinder war. Die Stiko will nicht die Kinder geimpft sehen, um die Älteren zu schützen. Da wurde oft geäußert, dass sich bitte alle Erwachsenen impfen sollen. Man hat abgewartet bis man sich 100% sicher war, dass das Risiko der Impfung auch bei gesunden Kindern, sehr gering ist.

    Für mich ist die Stiko wichtig, da meine Kinder alle empfohlenen Impfungen erhalten haben.
    Unsere Große wurde auch gegen Corona geimpft. Die Kleinen bekommen jetzt aber keine Impfung mehr. Meine Mädchen hassen Spritzen sowas von und sie hatten schon mindestens einmal Corona. Wären sie selbst gerne geimpft worden, hätte ich sie geimpft. Da beide Möglichkeiten etwa gleich in Ordnung waren, habe ich die Entscheidung den Kleinen überlassen.
    Die Grippeimpfung hole ich mir immer, falls ich eh beim Arzt bin. Vor dem nächsten Winter wird die aber obligatorisch, da ich eine schwere Influenzawelle für realistisch halte.
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  7. #12187
    Avatar von lichtfinger
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    Hervorragender Twitter-Faden, der aus virologischer Sicht erklärt, wie Mutationen und Virusevolution entstehen, warum Impfungen so wichtig sind und warum wir uns auf eine auf Omicron angepasste Impfung einstellen sollten:

    https://twitter.com/_b_meyer/status/...6BSYhpAQg&s=19

    E: sorry, elegantere Link-Einbindung klappt per Handy nicht so gut.
    Geändert von lichtfinger (05.07.2022 um 08:33 Uhr)
    "Wenn nichts mehr hilft, dann Eilts."

  8. #12188

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    Man sollte garnicht Twitter als Quelle für irgendwas nutzen.
    Es ist also dann doch immer ein wenig komplexer als Klaus oder Marie auf Twitter oder Telegram einem erzählen will.
    Auf Rechtschreibung und Zeichensetzung wird da ja auch weniger geachtet. Für Twitterverhältnisse ist das vielleicht ordentlich, aber dann kann man es ja auch mal in einer Fachzeitschrift beschreiben. Es gibt auch Zeitschriften für interessierte Laien.
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  9. #12189
    Avatar von Grinch
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    Fachzeitschriften, die für alle frei zugänglich sind? Ich verstehe nicht, warum man Twitter konsequent als Quelle ausschließen sollte. Der Mann postet unter Klarnamen und ist verifiziert, von seiner Expertise kann sich hier jede*r beispielsweise bei Google Scholar oder seiner Seite bei der U Magdeburg selbst überzeugen.
    Ceterum censeo VAR esse delendam.

  10. #12190

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    Zitat Zitat von schuti Beitrag anzeigen
    Man sollte garnicht Twitter als Quelle für irgendwas nutzen.
    Es ist also dann doch immer ein wenig komplexer als Klaus oder Marie auf Twitter oder Telegram einem erzählen will.
    Auf Rechtschreibung und Zeichensetzung wird da ja auch weniger geachtet. Für Twitterverhältnisse ist das vielleicht ordentlich, aber dann kann man es ja auch mal in einer Fachzeitschrift beschreiben. Es gibt auch Zeitschriften für interessierte Laien.
    Naja.
    Rundes, buntes Glück wandelt Trauer in Ekstase um

  11. #12191
    Avatar von diamondstar
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    Vor allem versteht nicht jeder jedes Paper aus Nature. WTF? Natürlich ist es extrem hilfreich, wenn Leute wie dieser Björn Meyer ihre Ergebnisse für Laien verständlich zusammenfassen und öffentlich zur Verfügung stellen.
    Ole's at the wheel

  12. #12192

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    Bei Twitter schreibt aber jeder Clown.
    Wenn Björn Meyer im Spiegel oder bei Quarks und Co einen Beitrag hat, weiß man schon eher, dass das sinnvoll ist.

    Bei sozialen Netzwerken werden ohne Ende Beiträge geteilt und oft wie Fachbeiträge wahrgenommen, auch wenn es völliger Murks ist.
    Ich kenne Björn Meyer nicht, aber wenn er in einem seriösen Medium einen Beitrag hätte, würde auch die Rechtschreibung mal gegengelesen werden. Das wäre bei mir natürlich auch so.
    Die sozialen Netze sind einfach keine seriöse Informationsquelle, selbst wenn es auch qualifizierte Beiträge gibt.

    Es ist irgendwie in Mode diese Dinge einfach überall weiterzuverbreiten. Das macht ihr ja zum Glück mit meinen Posts aus dem Worum auch nicht.
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  13. #12193
    Avatar von diamondstar
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    Zitat Zitat von schuti Beitrag anzeigen
    Bei Twitter schreibt aber jeder Clown.
    Wenn Björn Meyer im Spiegel oder bei Quarks und Co einen Beitrag hat, weiß man schon eher, dass das sinnvoll ist.

    Bei sozialen Netzwerken werden ohne Ende Beiträge geteilt und oft wie Fachbeiträge wahrgenommen, auch wenn es völliger Murks ist.
    Ich kenne Björn Meyer nicht, aber wenn er in einem seriösen Medium einen Beitrag hätte, würde auch die Rechtschreibung mal gegengelesen werden. Das wäre bei mir natürlich auch so.
    Die sozialen Netze sind einfach keine seriöse Informationsquelle, selbst wenn es auch qualifizierte Beiträge gibt.

    Es ist irgendwie in Mode diese Dinge einfach überall weiterzuverbreiten. Das macht ihr ja zum Glück mit meinen Posts aus dem Worum auch nicht.
    Man muss halt filtern können, natürlich hat ein Tweet von Herbert081832 mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Gehalt als ein Tweet von jemandem, der sich sein ganzes Leben mit dem Thema beschäftigt hat.

    Es ist eigentlich sogar relativ häufig, dass Akademiker ihre Paper auf Twitter erklären, und diese Twitterposts haben meiner Erfahrung nach einen sehr hohen Informationsgehalt, zumindest mehr als wenn ein Journalist versucht das zu erklären.

    Da erinnere ich mich doch an eine Diskussion vor ca. einem Jahr, als irgendwelche Modellierer (sehr gute Leute, weiß leider nicht mehr wer, Meyer-Herrmann?) versucht haben, in mehreren Szenarien die weitere Entwicklung der Pandemie zu modellieren. Da hatten sie mehrere Szenarien angegeben, und die typischen "Qualitätsmedien", unter anderem der Spiegel, haben sich nur auf die pessimistischste Sicht gestürzt, um dann hinterher zu sagen, was das für eine schlechte Prognose war und überhaupt, alles Panikmache. Dabei gab es noch einige andere Szenarien, von denen man aber nur was mitbekommen hat, wenn man die Sachen direkt liest und nicht von Journalisten verwurstet. Twitter liefert diese Möglichkeit.
    Ole's at the wheel

  14. #12194
    Avatar von Wümme Wiese
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    Hat sich schon mal jemand mit Nasal Impfung beschäftigt? Könnte gegen Covid ein Gamechanger sein, so wird gemutmaßt, weil er die Antikörper in den Atemwegen hoch hält und damit sehr viel effizienter gegen Ansteckung wirkt.

    https://www.nature.com/articles/s41551-022-00902-5
    Mit einem Verrückten zu streiten ist Wahnsinn. (G. M. Burrows, 1828)

  15. #12195
    Avatar von untersommer
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    So'ne Spritze in die Nase tut sicher höllisch weh.
    Der alte Hauptbahnhoftoilettenmann weiß genau, dass man nichts retten kann.

    You better watch what you are wishing for, or you'll wish your wishes won't come true no more

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