Umfrageergebnis anzeigen: Sollten Deutschland/EU eine enger Zusammenarbeit mit Russland eingehen? Neu 27/2/22

Teilnehmer
68. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Abrüstung,Sanktionen aufheben.Frieden durch Dialog

    18 26,47%
  • Konv. Aufrüstung in Europa auf das Niveau von RU

    29 42,65%
  • Wie 2, zusätzlich Ausweitung nukleare Teilhabe

    21 30,88%
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Ergebnis 11.521 bis 11.522 von 11522

Thema: Russland und die Konsequenzen aus dem Ukraine-Krieg

  1. #11521

    Registriert seit
    02.07.2008
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    Bremen
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    1.007
    Nachdem SW und LY beide gefallen sind, habe ich mir etwas Zeit genommen um ein wirkliches Lagebild zu gewinnen. Die Ergebnisse sind in Teilen … interessant.

    Zunächst muss man eine unbequeme Wahrheit erwähnen, die viele hier schon verstanden haben bzw. geahnt haben (ich auch, aber mir missfällt diese notwendige Entscheidung zu tiefst).

    Das Halten von SW und LY stand auf der Prioritätenliste von UA von Anfang sehr weit unten. Wer sich die Karte genau angeschaut hat, versteht, dass dies gegen die Russen extrem schwer sein würde. Trotzdem hat es am Anfang zum großen Erstaunen sehr gut funktioniert. Aber spätesten nachdem die Russen auf 2.WK Taktik geschaltet haben, war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war. Die wahre Aufgabe von SW und LY bestand darin, die Russen so lange wie möglich aufzuhalten und ihnen so viele Ressourcen wie möglich zu kosten. Diese Aufgaben zur Verteidigung des Landes haben beide Städte herausragend erfüllt (die Situation ist für UA heute weit besser als zu Beginn der Offensive auf die Städte).

    Die Stimmung auf UA Seite ist trotzdem eher verkatert und etwas niedergeschlagen. Die Stimmung auf RU Seite ist überraschenderweise sehr wütend.

    Die folgenden Infos stammen aus 3 seriösen rus. Quellen (also nicht die tic-toc/clown-like/jubel Lügenkanäle) und dürften deshalb richtig sein.
    In der Nacht auf Sonntag haben sich die Ukrainer innerhalb von 5 Stunden komplett zurückgezogen (also vom Befehl bis zur sicheren Ankunft) und zwar mit Mann und Maus und allem wertvollen Gerät (sicherlich werden einige wenige es nicht geschafft haben, aber das werden nicht viele sein). Alle ausgebildeten Soldaten sowie die mittlerweile erfahrenen TDFs sind mit Gerät entkommen – und das unter den Augen der rus. Artillerie. Die Tic-Toc Kanäle hatten tagelang geprahlt, dass alle Wege aus der Stadt unter rus. Kontrolle sein und alle Ukrainer zerstört werden. Diese sind dann kackdreist praktisch unter den Augen der rus. durchgefahren. Die haben das nicht mal mitbekommen und waren am nächsten Morgen total perplex, dass keiner mehr da ist. Nachdem es bei der Evakuierung von SW einige kleinere Pannen gegeben hatte (die auch einige Leben gekostet haben), ist man dieses Mal anscheinend auf Nummer sicher gegangen.
    Die richtigen rus. Quellen sind nun stocksauer (während die Tik-Toker feiern): zum einen sind die „guten UA-Soldaten alle entkommen und werden jetzt neue bessere Verteidigungsstellungen beziehen, dort mit westl. Waffen hochgerüstet und vielen Russen das Leben kosten“; zum anderen hat man in SW und LY „unter schwersten eigenen Verlusten einige wertlose TDFler (rus. Aussage) getötet und zwei komplett wertlose Ruinen erhalten“. Passend dazu habe ich dieses Video aus SW gefunden: https://twitter.com/nexta_tv/status/1543818091607609346

    Interessant ist, dass diese Kanäle auch indirekt bestätigen, was über UA Quellen durchgesickert war: der Nachschub war auf das Notwendigste begrenzt (wurden zuletzt in Teilen sogar an andere Abschnitte umgeleitet); die eingesetzten Waffen waren meist die untere Basis (gute Dinge fanden kaum den Weg dorthin) und es wurden sehr wenige reguläre Truppen (eher TDFs) dort eingesetzt.
    Das mag aus Entscheidungssicht alles richtig sein, wahrscheinlich sogar notwendig (was man ja an den Fortschritten an anderen Stellen erkennen kann), trotzdem finde ich das alles persönlich schwer verdaulich (ein Aspekt im Krieg mit dem ich nie klarkommen werde).
    SW und LY haben jetzt folgendes ermöglicht: es ist viel Zeit gewonnen worden (um neue Munition heranzubringen und westl. Waffen zum Einsatz zubringen), an anderen Frontabschnitten sind erhebliche Gewinne ermöglich worden (weil die Russen sich auf einen Teil konzentrieren mussten), es sind gewaltige Mengen an rus. Ressourcen verbraucht worden (sowohl an Material als auch an Menschen).
    Die Frage ist, wie es jetzt weitergeht. RU hat 3 grundsätzliche Möglichkeiten:
    - Nächste Offensive in der Nähe beginnen (was ein ganz großes Risiko ist, da dort komplett abgekämpfte zerschundene rus. Einheiten auf frische, gut bewaffnete ukrainische Einheiten in guten Stellungen treffen werden)
    - Konsolidierung mit kleineren Angriffen
    - Verteilung der Truppen auf andere (bedrohte) Frontabschnitte

    Aktuell ist nicht vorhersehbar, was die Russen am Ende tun werden. Spannend war, dass gestern Peskov erklärt hat, was UA zu erfüllen hätte, damit man wieder über Frieden verhandeln könne. Das stand seit April nicht mehr auf der offiziellen Agenda. Mal sehen, was sich da tun wird.

    Morgen schreibe ich was zu HIMARS und den wertvollen Zielen (hat sich mittlerweile geklärt, was da im Detail läuft).
    Um das heute positiv ausklingen zu lassen (war ja schwere Kost):
    https://twitter.com/nexta_tv/status/1543984452585529351
    (wahrscheinlich ist dies ein Symbolfoto, aber die Flagge ist wirklich wieder da, aber klugerweise keine Truppen).
    Geändert von C.Adams (Heute um 23:06 Uhr)
    1. Bundesliga! Endlich ist der SVW wieder dort, wo er hingehört!

  2. #11522
    Avatar von Schmolle
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    Ich gebe mal eine Prognose ab (weil ich nicht weiß, wohin dieser Krieg führen wird): Je länger Ukraine die russischen Armeen am Boden und im Land hält, desto eher regelt der Winter den Ausgang des Krieges.
    Heute wurde berichtet daß "erdogan" (eher die Türkei) einen russischen Getreidetanker aufhält, der mit aus der Ukraine gestohlenen Weizen "unterwegs" war. Das wird bald ein Abnutzungskrieg und auf beiden Seiten ein Kampf um Nahrung (auch und gerade an der Front).

    Schön ist anders.
    Legat Power. Kasalla.

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