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Thema: Corona - ruhig bleiben, prepping, einschließen? Wie geht ihr damit um?

  1. #18631
    Avatar von StoneCold
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    Zitat Zitat von Toshi Utsumi Beitrag anzeigen

    Alles keine Gründe und auch keine Rechtfertigung dafür, dass man seine Kinder schlägt.
    Eine Rechtfertigung gibt es dafür nie. Allerdings muss ich sagen: Ich selbst hätte nie gedacht, welche Aggressionen Kinder in einem auslösen können, so lieb wir sie alle haben. Unser Großer (7 Jahre, 1. Klasse) geht gerade voll auf Konfrontation was HomeSchooling etc. angeht. Und der weiß genau, wie er uns kriegen kann. Das ist regelrechter Psychoterror. Wir selbst sind komplett fertig und haben nur noch mehr Stress dadurch. Meine Frau war da bisher immer ruhiger als ich, aber mittlerweile sagt sie auch Dinge über den Jungen, die man eigentlich keinem weitererzählen kann. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Geschlagen wird keins unserer Kinder. Wir versuchen uns jetzt Hilfe zu holen, unsere Kinderärztin hat zum Glück eine psychologische Zusatzausbildung und wir machen jetzt einen ADS-Test mit ihm und gehen zur Ergotherapie. Aber Eltern, die sich vielleicht nicht helfen lassen können oder wollen, da kann ich mir dann schon vorstellen dass es auch entsprechende Gewaltausbrüche gibt.

  2. #18632
    Avatar von PerRoentved
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    Eine Rechtfertigung für das Schlagen von Kindern fällt mir ohnehin nicht ein (und hoffentlich auch niemandem sonst). Ich wollte oben lediglich einen Erklärungsansatz dafür bieten, wie der Lockdown und vermehrte häusliche Gewalt zusammenhängen können. Und dass es auch Leute gibt, bei denen man berechtigterweise fragen darf, welches Interesse sie an den eigenen Kindern eigentlich haben bzw. warum sie Eltern geworden sind, kann ich bestätigen. Beantworten können es diese Leute aber allenfalls selbst - und manch mal eben nicht (wenn sie denn ehrlich sind). Es ist passiert, man hat es laufen lassen und dann ist das Kind da. Oder noch schlimmer:
    Als Berufsanfänger habe ich zu Beginn des Jahrtausends (also vor Hartz IV) an einem Schulzentrum in Bremerhaven gearbeitet, an dem es (typisch für das damalige Schulwesen im Land Bremen) einen Hauptschulzweig, einen Realschulzweig und einen gymnasialen Bildungsgang gab. Wir hatten i.d.R. zwei 10. Klassen Hauptschule mit jeweils 17-18 Schüler*innen. In fast jedem Jahr wurden pro Klasse ein oder zwei Mädchen schwanger. Anfangs vermutete ich, dass es um fehlende Verhütung, Unwissen etc. ging. Allerdings hat mich dann eine der jungen Damen darüber aufgeklärt, dass ihr ihre Schwangerschaft quasi als get-out-of-jail-Karte erschien: Mit einem mäßigen Hauptschulabschluss hätte sie in der damaligen Situation in Fischtown exakt gar keine Chance auf einen Ausbildungsplatz gehabt. Das hätte für sie irgendeine Beschulungsmaßnahme bedeutet, aber mit dem Thema Schule war sie zu dem Zeitpunkt durch. Sie hätte weiter bei ihren Eltern gewohnt, was sie nicht wollte. Nun war sie der Meinung (und andere hatten es ihr "erfolgreich" vorgelebt), dass sie mit einem Kind zum einen eine eigene Wohnung vom Sozialamt finanziert bekommen würde und in Hinblick auf Schule/Ausbildung in Ruhe gelassen werden würde. Es war ihr nicht begreiflich zu machen, dass der Plan nicht besonders gut war und dass sie letztlich nur ihre eigene Situation reproduzieren würde.

    Zwanzig Jahre später ist für meine Abiturient*innen "The Child" von Julius Lester abiturrelevante Pflichtlektüre. Manchmal könnte ich heulen, schreien oder alles kurz und klein hauen.
    Like a butterfly we've a very short life.
    Light a cigarette, it'll burn out before your eyes.

  3. #18633

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    Zitat Zitat von PerRoentved Beitrag anzeigen
    Eine Rechtfertigung für das Schlagen von Kindern fällt mir ohnehin nicht ein
    Die häufigste Rechtfertigung dürfte wohl sein "hat mir früher auch nicht geschadet". Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

  4. #18634
    Avatar von Zoki
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    Zitat Zitat von lagom Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von PerRoentved Beitrag anzeigen
    Eine Rechtfertigung für das Schlagen von Kindern fällt mir ohnehin nicht ein
    Die häufigste Rechtfertigung dürfte wohl sein "hat mir früher auch nicht geschadet". Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
    Das glaube ich gar nicht Mal. Wenn dein früheres, organisiertes Leben durch Corona völlig aus den Fugen geraten ist, Jobverlust und Einkommenseinbußen Realität geworden sind , dann sucht sich der Druck seinen Weg. Zudem die Ungewissheit, eingeschränkte Möglichkeiten, dann plötzlich Kinder die man mehr oder weniger selbst unterrichten soll, und und und... natürlich mit nichts zu entschuldigen, passiert aber.

    Letzte Woche im TV eine Familie gesehen, Mutter von drei Kindern im homeschooling, nebenbei Eltern und Schwiegereltern gepflegt sowie den eigenen Haushalt geschmissen. Die sah mit Anfang 40 aus wie das pralle Leben einer 65 jährigen.

  5. #18635

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    Aber aber.... warum hat sie dann überhaupt Kinder?

  6. #18636
    Avatar von Nordmanntanne
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    Zitat Zitat von PerRoentved Beitrag anzeigen
    ....
    Ich würde ergänzen: Und für die Jungs ist der direkte Weg um Geld und Status zu erlangen Kriminalität.

  7. #18637
    Avatar von Nordmanntanne
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    Und jetzt noch mal zum ungeliebten Thema: Wer hat der Fledermaus das Virus geklaut? Ich hab mir das Papier von Wiesendanger durchgelesen. Der will mE zwei Dinge: Nahelegen dass es ein Unfall war. Den Umgang mit dem Thema insbesondere auch durch Wissenschaftler kritisieren. Nach Lektüre und unter Berücksichtigung, dass das keine neutrale Arbeit ist, finde ich ersteres nicht abwegig und kann zweitem zustimmen. Fakt ist die künstliche Erzeugung von Mutanten die auf Menschen stärker einwirken, all over the world wie in Wuhan. Solche Forschung (gain-of-function) wurde international stark kritisiert, auch in offenen Stellungnahmen von renommierten Wissenschaftlern. Bevor Obama das für die USA verbot gabs aber noch Staatsknete für diese Forschung. Einer der Beteiligten Wissenschaftler hat mit Wuhan zusammen geforscht. Der saß auch in der WHO-Kommission zur Ursachenforschung des Ausbruchs...
    Im Frühjahr 2020 verteidigten führende Virologen die Arbeit des Labors und der chinsesischen Administration und lobte deren Transparenz (auch Drosten), nun ja, das kann man auch anders sehen.
    Ausbrüche gabs überall, gewarnt vor so was wurde auch schon längst. Der Tenor des txtes: Es hängen militärische und wirtschaftliche INteressen an dem Thema, sodass allen die Unfall-These sehr ungelegen, die Zwischenwirt-These aber sehr gelegen käme. Nur, das sagt der Txt auch: Bewiesen ist nix. Und er fordert alle beteiligten Wissenschaftler zur Transparenz auf weil sie der Welt eine schlüssige Erklärung schuldeten (auch das mit Verweis auf offene Briefe anderer). All das ist seriös belegt, wie auch die Tatsache, dass die chinesische Regierung von vornherein alle öffentlichen Äußerungen weg vom Labor und hin zum Martk gelenkt hat. Darüber hinaus wird spekuliert: Über eine verschwundene Labormitarbeiterin verbunden mit einem früher als angegebenen Ausbruch des Virus, ungewöhnliche Handynutzungsintensität rund ums Labor. etc. Ich selber habe noch, unabhängig von diesem Papier, zwei Dinge im Kopf: Zum einen einen Rundfunkbeitrag wonach die Laborleiterin sehr schockiert gewesen sei über das Virus und nachher sehr erleichtert war dass es nach Materialanalyse nicht aus dem Labor kommen kann. Und die Nachrichten über die WHO-Kommission, die lange nicht rein durfte und deren 'Ergebnis' man sich auch hätte schenken bzw. vorher denken können, denn die sagen dass man es nicht sagen kann. Im Moment hilft einem das alles nicht, das Virus gibt es. Man kann schon sagen: Nu ja, das ist ja putzig, da forschen die an bzw. erzeugen so saugefährlichem/s Zeugs (was durchaus auch kritikwürdig ist), und dann bricht so ein Teil aus und schwupps: Es ist der Tiermarkt bzw. nichts Genaues weiß man nicht. Da muss man kein Verschwörungstheoretiker sein um mehr wissen zu wollen, und so habe ich das Papier gelesen. Was ich bei aller erkennbaren Absicht gut fand: Die Wiedergabe von Quellen aus medizinischen Zeitschriften, auch öffentliche Briefe zum Thema 'gain-of-function'-Forschung, unbd da kann man ja aus demokratischer Perspektive mal durchaus öffentliche Diskussionen einfordern.

  8. #18638
    Avatar von paff
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    Die Wiedergabe von Quellen aus medizinischen Zeitschriften, auch öffentliche Briefe zum Thema 'gain-of-function'-Forschung, unbd da kann man ja aus demokratischer Perspektive mal durchaus öffentliche Diskussionen einfordern.
    Allgemein nennt man sowas Trittbretterfahrer . Deswegen haben wir auch Demos in Berlin und den ganzen anderen Zinnober.
    Der ganze "Krampf/Wahrheit/Schwurbel" worum es da geht, kann mehr oder weniger wichtig sein , gute Absichten , schlechte Absichten, egal !!!

    Es hat aber mit Corona und dem Aktuellen Problemen 0,nada zu tun und ist dementsprechend nachrangig.
    ..ich bin so nähmlich..

  9. #18639
    Avatar von Nordmanntanne
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    Och, Trittbrettfahrer finde ich nun gar nicht. Man muss das schon trennen. Zum einen der aktuelle Umgang mit dem Virus. Das schrob ich ja, da nutzt einem das alles nix. Und da verlass ich mich auf diejenigen, die daran forschen. Trotzdem darf man doch kritisch Stellung beziehen zur Frage Warum/wieso? Sehe auch nicht weswegen man deshalb auf eine Demo laufen sollte. Und für mich als Laie war das schon erhellend die Diskussionen um und Ergebnisse der gain-of-function-Forschung präsentiert zu bekommen.

  10. #18640
    Avatar von paff
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    Zitat Zitat von Nordmanntanne Beitrag anzeigen
    Och, Trittbrettfahrer finde ich nun gar nicht. Man muss das schon trennen. Zum einen der aktuelle Umgang mit dem Virus. Das schrob ich ja, da nutzt einem das alles nix. Und da verlass ich mich auf diejenigen, die daran forschen. Trotzdem darf man doch kritisch Stellung beziehen zur Frage Warum/wieso? Sehe auch nicht weswegen man deshalb auf eine Demo laufen sollte. Und für mich als Laie war das schon erhellend die Diskussionen um und Ergebnisse der gain-of-function-Forschung präsentiert zu bekommen.
    Wenn der Mann die Danger auf der Wiese im Sommer 2018 gemacht hätte. Wie arg hätte dich das interessiert ?
    ..ich bin so nähmlich..

  11. #18641
    Avatar von Nordmanntanne
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    Das ist eine Frage hinsichtlich der Entstehung meines Interesses, nicht zu seiner aktuellen 'Berechtigung'. Und der Mensch hat nun mal ein Kurzzeitgedächtnis: Wenn das hier vorbei ist interesiert sich wieder kein Mensch dafür was in welchen Laboren passiert...

  12. #18642

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    Zitat Zitat von Nordmanntanne Beitrag anzeigen
    Das ist eine Frage hinsichtlich der Entstehung meines Interesses, nicht zu seiner aktuellen 'Berechtigung'. Und der Mensch hat nun mal ein Kurzzeitgedächtnis: Wenn das hier vorbei ist interesiert sich wieder kein Mensch dafür was in welchen Laboren passiert...

    Ich hoffe doch stark auf Gegenteiliges. Wirklich null Bock nun alle paar Jahre so 'ne Scheisse erleben zu müssen. Ein wenig Pandemie-Awareness sollte, allein aus Eigeninteresse, daher zukünftig schon an den Tag gelegt werden.

  13. #18643
    Avatar von Linsanity
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    Daher sollte man auch alles daran setzen, dass man die Entstehung möglich schnell aufklärt.
    "Das Zeug kickt besser als Mehmet Scholl"

  14. #18644

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    Zitat Zitat von Linsanity Beitrag anzeigen
    Daher sollte man auch alles daran setzen, dass man die Entstehung möglich schnell aufklärt.
    Ich denke das tut man auch. Aber solche "Studien" tragen nicht zur Aufklärung bei. Die Story bedient einfach erst einmal ein gewisses Sensationsbedürfnis. Es klingt natürlich scheinbar einleuchtend, weil eine einfache Lösung präsentiert wird. Aber man kann auf dieser Basis nicht ernsthaft diskutieren, da es bei dem Narrativ gar nicht um Inhalte geht.

    Es ist einfach nur die Meinungsäußerung eines Fachfremden. Fakten werden nicht präsentiert. Nur Mutmaßungen angestellt. (Ist ja auch verrückt, dass die in dem Labor plötzlich so viel telefonieren, da muss ja was dahinter stecken ...).

    Da ist ernsthaft inhaltlich zu wenig, so dass sich kein Wissenschaftler ernsthaft die Mühe gemacht hat, auf diese "Studie" einzugehen.
    Geändert von Auswechselspieler (23.02.2021 um 16:55 Uhr)

  15. #18645
    Avatar von Nordmanntanne
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    Na ja, als Laie sehe ich mcih nicht in der Nachweispflicht dass es das Labor war, ich sehe aber die Wissenschaftler und Regierungen in der Pflicht wirklich alles offen zu legen. Und da habe ich doch arge Zweifel.

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