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Thema: True Crime – der Reiz des Morbiden. Der kleine Worums – Kriminalist

  1. #1921
    Avatar von Azad
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    Ich denke, die nächsten beiden Folgen werden dir gefallen
    Speziell „Nebelwald“ ist genau dein Ding.

    Zu „Animalisch“ bzw. Luis hast du alles gesagt. Ja, er war ein Opfer und ja, die allgemeinen Lebensumstände waren schlimm aber warum er zu einem derartigen Monster wurde, ist - für mich - nicht zu erklären. Genau so wenig, wie das verhängte Strafmaß. Wenn die Gesetzgebung schon maximal 30 Jahre Haft vorsieht (was, meiner Meinung nach, je nach Vergehen schlicht zu wenig ist), sollten sie, in einem derartigen Fall, auch ausgeschöpft werden.
    Wer, frage ich mich, hat diese 30 Jahre verdient, wenn nicht Luis?

    Ich finde auch null, dass Daniel wie Klaas klingt

  2. #1922

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    Ich habe Narzisst nun zur Hälfte durch, und ooof. Ihr habt da ein paar Sachen rausgehauen wo ich nur mitm Kopf schütteln kann.

    1. Schmerzensgeld erst nach Rechtskraft.

    Wann denn sonst? Vorher ist er im Rechtssinne kein Mörder, bzw wurde das vermutlich im Strafverfahren mit ausgeurteilt. Da kann nix kommen wenn es nicht rechtskräftig ist.

    2. Eidesstattliche Versicherung nachdem die Frau verdroschen wurde.

    Gemeint ist bestimmt ein Gewaltschutzantrag nach dem GewSchG, das ist was anderes, die eidesstattliche ist glaube ich "nur" Bestandteil des Antrages.

    3. 6 Monate bis zur Anklageerhebung/ lange U Haft ist nicht möglich.

    Hier bin ich mir selber unsicher, möge mich ein Anwalt korrigieren, aber die U Haft ist nicht auf 6 Monate gedeckelt afaik, da muss nur eine Haftprüfung erfolgen,und dann weiterhin alle 6 Monate.

    4. Einlegen der Revision

    Da klangt ihr arg beledigt, dass das gemacht wird, aber das ist sein gutes Recht und der Verteidiger wäre (allein aus Haftungsfragen denke ich) mitm Klammerbeutel gepudert die nicht einzulegen.

    Die persönliche Nähe zu dem Fall ist interessant, lässt euch aber mMn zu Aussagen verleiten die ihr in anderen Folgen so nicht getätigt habt bzw bei "ferneren" Fällen ao nicht raushauen würdet.

  3. #1923
    Avatar von Azad
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    Punkt 3. hatte ich am Tag der Aufnahme erst gelesen, 1 und 4 sind eher Punkte, die aus einem emotionalen Standpunkt heraus kritisiert werden, nicht juristisch. Dass der Täter (und sein Anwalt) versuchen, dass Beste für sich herauszuholen, ist vollkommen klar aber angesichts der Tat ist deren Taktik, die Tat im Affekt begangen haben zu wollen (also Totschlag) zwar juristisch nachvollziehbar aber doch von außen betrachtet schräg. Genau das wurde moniert (keine juristische Einschätzung).
    2. war tatsächlich ein Versprecher der Gastes. Sie meinte eine Einstweilige Verfügung.

  4. #1924

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    Natürlich ist die Taktik total schräg, ich hab aber auch null Ahnung wie man sowas sinnvoll verteidigen soll.

    Wo hast du denn das mit den 6 Monaten gelesen? Ich meine das passt nicht so ganz.
    Kann aber sein, dass ich das was mit Anklageerhebung und Anklageeröffnung was durcheinander bekomme.

  5. #1925
    Avatar von Azad
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    Zitat Zitat von Nillinio Beitrag anzeigen
    Natürlich ist die Taktik total schräg, ich hab aber auch null Ahnung wie man sowas sinnvoll verteidigen soll.

    Wo hast du denn das mit den 6 Monaten gelesen? Ich meine das passt nicht so ganz.
    Kann aber sein, dass ich das was mit Anklageerhebung und Anklageeröffnung was durcheinander bekomme.
    Ich bin gerade auf dem Sprung in den Wald mit den Hunden…ich schicke dir nachher den Link per PN, auf den ich mich bezogen haben

  6. #1926

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    Alles gut

  7. #1927
    Avatar von Wettkampfmentalität
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    Hab jetzt „Nebelwald“ gehört und du hattest Recht, ist genau mein Ding.

    Also ich wäre fast dazu bereit, für einen „Only Fans“-Account von euch zu bezahlen.
    Und die Suspense-Aktion von Daniel am Anfang war auch ziemlich cool gemacht muss ich sagen.

    Der Fall ist extrem mysteriös. Der Tourguide, der da am 2. April aufgetaucht ist, fand ich schon nach dem ersten Satz verdächtig. Wenn man als Tourguide gebucht wird von Fremden, die dann am vereinbarten Treffpunkt nicht auftauchen, dann denkt man doch zuerst, die haben einen versetzt, wollen den Termin doch nicht und haben einfach nicht abgesagt oder sowas. Wie ihr auch sagt, da geht man doch nicht in deren Zimmer und sucht nach Hinweisen, ob die einen anderen Termin haben oder sonstwas dazwischen gekommen ist. Bzw. versucht die erstmal telefonisch zu erreichen oder so.
    Insgesamt sehr spannend. Die Sache mit dem falschen Pin auf dem Handy und dass keine Nachrichten von den Handys geschickt wurden fand ich auch beides sehr merkwürdig. Kann aber schwer sagen, worauf das hindeutet. Aber irgendwie klingt das für mich so, als wären sie beobachtet worden (von ihrem Entführer oder so) und konnten daher nicht groß etwas Schreiben oder Aufnehmen, nur heimlich den Notruf absetzen. Wobei ich mich da wieder frage, falls das stimmt, wieso der Entführer ihnen überhaupt so lange die Handys gelassen hat, der muss sie ja durchsucht haben. Spricht vielleicht auch eher gegen die Entführungstheorie.
    Auch das ganze Setting, nachdem die Frauen weiter in den Urwald sind als diesen Touristenpfad, ist mega gruselig und wie aus einem Horrorfilm. Gerade wenn man sich vorstellt, es ist Nachts und die werden von unbekannten Leuten verfolgt oder vor sich her getrieben. Da ging es mir wie Daniel, ich war auch komplett drin und fand es mega unheimlich. Gut dass ich die Folge bei Tageslicht angehört habe, sonst hätte ich erstmal nicht geschlafen. Auch die dass die Lisanne mit der Leiche ihrer Freundin da allein im Urwald aufgrund des Bildes vom Hinterkopf…krass. Horrorfilm-Stoff in der Tat, musste wie Daniel auch an Blair Witch Project denken, aufgrund der Kamera auch, die die Frauen dabei hatten. Und eben nicht nur einsam und verletzt im nächtlichen Urwald, sondern ich glaube, dass sie auch verfolgt oder bedroht wurden vom Täter, der sie vielleicht mit einer Waffe vor sich hergetrieben hat, wie bei den Snapchat-Morden. Und das macht die Sache noch krasser als ohnehin schon.
    Das fehlende Bild 509 in der Kamera, das durch einen Laptop gelöscht worden sein muss, spricht wieder ganz klar dafür, dass es ein Verbrechen ist. Warum sollte sonst einer das Foto löschen? Wenn es ein Unfall war und ein Wanderer findet den Rucksack mit der Kamera, bringt er den ja zur Polizei und schließt nicht die Kamera bei sich am PC an um ein Foto zu löschen. Da bin ich wieder beim Tourguide, der eventuell was mit dem Verschwinden zu tun haben könnte. Der wusste vielleicht, dass sie am Vortag des Treffens auf den Pfad wollten, hat sie abgefangen und umgebracht. Dann mit der Kamera das Foto gelöscht und zu der Gastfamilie gegangen, um dort im Zimmer der Frauen nach Hinweisen zu suchen, die auf ihn deuten könnten und dort eben weitere Beweise zu vernichten. Okay das klappt zeitlich nicht, die Mädchen waren ja noch paar Tage am Leben aufgrund der Fotos und Handyaktivitäten, aber vielleicht hatte er Komplizen, die die Frauen im Wald festgehalten haben und er hat die Zimmer durchsucht mit der Begründung, dass sie den Termin haben platzen lassen. Dagegen spricht dann, dass der Guide die Suche später organsiert hat.
    Die unterschiedlichen Knochen und die Beschaffenheiten, unter denen sie gefunden werden, deuten auch nicht auf einen Unfall hin, gerade wenn man ausschließen kann, dass irgendwelche Tiere dort was gefressen haben. Auch die Hautfunde, die dann zu gut erhalten sind, um im Dschungel gelegen zu haben – das kann doch nur ein Verbrechen sein, kein Unfall. Klar, theoretisch könnte diese Monkey-Bridge Sache an sich möglich sein, aber das erklärt nicht das gelöschte Foto und die gebleichten Knochen. Und auch nicht den sauber abgetrennten Fuß.
    Warum die Sachen hinterher offensichtlich im Wald platziert wurden, ist auch ne Frage. Die sollten ja gefunden werden. Warum der Täter das gemacht hat? Keine Ahnung.
    Der Random-Mord und die Serientäter-Theorie halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Der Tourguide und der Sohn sind da am Wahrscheinlichsten. Aber wenn der Tourguide die Spuren seines Sohn verwischen wollte, warum hat er dann die Hautfetzen und Knochen und so später gefunden bzw. platzieren lassen? Dann hätte er doch einfach keine neue Suche organisiert und die Sachen nicht dort platziert. Das halte ich für unwahrscheinlich. Aber dass er was damit zu tun hat, da bin ich mir fast sicher. Die Behörden hätten ihn mal genauer überprüfen sollen, Alibi am Tag des Verschwindens der Frauen und sowas. Gut, haben sie vielleicht gemacht und er war nicht verdächtig, aber dennoch. Wenn sich jemand so verhält wie der, hat der was zu verbergen, hundertprozentig. Wahrscheinlich war er auch auf dem gelöschten Bild zu sehen.
    Daniels Theorie, erst Unfall, danach kam der Sohn des Guides und hat sie umgebracht, kann ich mir auch vorstellen, halte ich aber auch eher für unwahrscheinlich. Ich glaube, sie wurden am Ende des Touristenpfades von einer oder mehreren Personen (vielleicht Tourguide) weiter in den Urwald gelockt. Wie bei Snapchat-Morden entweder unter einem Vorwand und sie gingen freiwillig mit, oder unter Bedrohung mit einer Waffe. Und im Wald waren sie den Personen dann ausgeliefert und wurden dann erst gefangen gehalten und dann umgebracht.
    Alternativ hatten sie einen Unfall, waren verletzt und wurden nach mehreren Tagen von einer Person gefunden, der sie umgebracht hat und bei sich Zuhause dann den Fuß abgetrennt etc.

    Sehr schlimm, auch für die Familie, dass das wohl nie aufgeklärt wird und ein Mörder da frei rumläuft.
    Starke Folge auf jeden Fall wieder und es hat wirklich die Ur-Ängste des Menschen getriggert, allein das Nachts alleine im Urwald-Szenario.

  8. #1928
    Avatar von Wettkampfmentalität
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    Und jetzt auch die Zuhörer-Folge „Narzisst“ gehört. Hat mir auch gefallen und ihr seid euch im Gegensatz zur Folge mit dem anderen Podcast nicht so oft ins Wort gefallen. Die Ronja war auch sympathisch und hat den Fall gut rübergebracht, natürlich heftig wenn man einen gewissen persönlichen Bezug zu dem Fall hat.

    Der Fall an sich war auch interessant. Natürlich nicht so rätselhaft, aber auch krass. Dass so ein Typ wie der Nazi-Zahnarzt überhaupt so viele Waffen offiziell haben durfte, da ist auch wieder was schief gelaufen. Spannend, was der Zahnarzt dann für eine Fassade aufgebaut hat als Bilderbuch-Familie, und in Wahrheit liefen da Gewalt, Pornos, Nazis und Waffen ab.
    Am Anfang denkt man, es ist eine Eifersuchts-Tat, was es ja auch ist, aber die ganzen Abgründe, die sich dann noch auftun im Leben des Zahnarztes anschließend, damit rechnet man nicht.
    Dass er sich in Hamburg statt Kiel gestellt hat, wundert mich auch. Die Straßenstrich-Theorie, weiß nicht ob ich der zustimme. Ich meine, es gibt auch in Kiel Prostituierte, dafür muss er nicht nach Hamburg fahren. Gut, jetzt kann man sagen, in Kiel hätte ihn jemand dabei sehen können, wie er zu einer Prostituierten geht und das wäre wieder schlecht für sein Image gewesen. Also in seiner Denkweise, daher musste er sich auch woanders stellen, wie du ja gesagt hast.
    Ansonsten hab ich diesmal nicht viel weiteres zu sagen. Die Struktur war etwas anders, als du die meisten Fälle aufbaust. Vom Spannungsbogen führst du ja meistens die Charaktere ein und steuerst dann auf die Tat zu, Ronja hat es umgekehrt gemacht. Im Nachhinein hat mir das aber auch gefallen und die Enthüllungen aus dem Leben des Zahnarztes nach und nach, nachdem die Tat geschildert wurde, waren auch sehr spannend.
    Die „Was wäre wenn“-Kategorie ist auch cool, auch wenn ich beide Male bisher A und C spannender als die B-Frage gefunden hätte.

  9. #1929
    Avatar von Azad
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    https://youtu.be/J7RMXGCIaTMKennt ihr diesen Fall?

    Was sind eure Gedanken dazu?


    @Wettkampfmentalität



    Jetzt schulde ich dir schon Antwort auf zwei Feedbacks
    Sorry, dass ich momentan so wenig aktiv bin.

  10. #1930
    Avatar von Wettkampfmentalität
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    Zwei Feedbacks und eine PN Nein Quatsch, alles gut, du musst auch keine Antwort geben, man kann das Feedback auch unkommentiert stehen lassen. Sind ja meistens eh nur paar Gedanken von mir, die ich aufschreibe.

    Hab jetzt auch „Zorn“ gehört. Da fällt mir nicht viel zu ein. Fanatiker, vor allem religiöse, sind echt ekelhaft. Für solche Serienmörder finde ich die Todesstrafe auch angemessen und da ist es auch in Ordnung, dass er die bekommen hat. Viel mehr Feedback habe ich diesmal nicht, dafür ist der Fall zu eindeutig und die Weltsicht dieses Typen zu abartig. Schade dass man nicht weiß, wie die Polizei ihm auf die Spur gekommen ist. Das macht die ganze Sache irgendwie unspektakulär.

    Zur Religion an sich habt ihr schon viel Richtiges gesagt. Ich finde Religion an sich okay, jeder soll glauben, an was er/sie möchte. Wenn es in Intoleranz ausartet, andere Meinungen und Weltsichten nicht mehr akzeptiert werden und die eigene Sicht mit Gewalt durchgedrückt werden soll, dann wird es gefährlich und dann sollte dem Einhalt geboten werden. Wobei Religion und Glaube nicht das Gleiche ist wie Kirche oder andere religiöse Institutionen. Die oft ihre Macht ausnutzen und sich dabei selber gar nicht so christlich/muslimisch etc. verhalten. Von daher gibt Religion vielen Menschen Halt, hat aber auch viel Leid über die Welt gebracht.

    Zur Frage in welchem Promi-Körper man gerne mal eine Woche wäre: Da würde ich die Frage schon zeitlich beantworten, also Daniel meinte ja, er möchte jetzt nicht sagen „Bruce Lee 1970“ oder so. Aber genau so wäre meine Herangehensweise. Da habe ich dann drei Sachen:
    1. Wäre ich gerne Johan Micoud oder Ivan Klasnic im Mai 2004. Wir waren ja damals als Fans dabei, als Werder das Double geholt hat, aber es wäre noch geiler, damals aus Spielersicht dabei zu sein. Im Münchener Olympiastadion auflaufen, Bayern zu besiegen und eine Woche die Meisterschaft aus Spielersicht feiern, das wäre geil.
    2. Als Beatles oder Rolling Stones-Fan wäre es geil, mal ein Rockstar zu sein für eine Woche. Und zwar gerne Ende der 60er, Anfang der 70er. Sex, Drugs & Rock’n’Roll aus Sicht von Paul McCartney oder Keith Richards, geile Musik zu machen, live auf den Bühnen zu stehen, viele Frauen und viel Geld zu haben, gut, die Drogen nicht unbedingt, aber vielleicht Alkohol und einfach ne geile Zeit zu haben, das wäre mal spannend.
    3. Mal ne Woche Charlie Sheen oder Neil Patrick Harris oder so zu sein, sagen wir mal 2005, und selber eine Folge von Two and a Half Men oder How I Met Your Mother zu drehen, aus Sicht des Schauspielers, also selber in die Rolle von Barney zu schlüpfen und vielleicht auf irgendeine Awards-Verleihung auf den roten Teppich zu gehen, das hätte auch was.

  11. #1931
    Avatar von Daniel FR
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    In a seedy space age bachelor pad.
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    Zitat Zitat von Wettkampfmentalität Beitrag anzeigen
    ... Drogen nicht unbedingt, aber vielleicht Alkohol ...
    Hört das denn nie auf?

    (Ist jetzt nichts gegen dich persönlich. Eher allgemein.)
    "Der Mensch braucht wenig und auch das nicht lange." - Edward Young (1683-1765)

    #GegenZensur: Keine Ignore!

    #Meta-Male.

  12. #1932
    Avatar von Wettkampfmentalität
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    Ja, ich weiß. Ging mir nur darum zu sagen, dass ich lieber eine Flasche Bier oder ein Glas Whiskey trinke als ne Spritze Heroin zu bekommen.


    Nun auch „Prediger“ gehört. Mega Folge, genau mein Ding wieder. Spannender Cold Case und wie von euch richtig gesagt: Kompletter Filmstoff. Du hast auf jeden Fall nicht zu viel versprochen, der Fall ist tatsächlich sehr abgefahren. War wie einem fiktiven, spannenden Hörspiel-Thriller zu lauschen.
    Allein schon die Situation am Anfang, wo er nachts nach drei Tagen wieder auftaucht und die Ereignisse, die da passieren in der Nacht sind krass. Wobei, wenn die Story mit dem Undercover-Job so stimmt, hätte ich als seine Frau gesagt, dass er das trotzdem den Behörden melden sollte mit der Entführung. Und dann irgendwo ins Zeugenschutzprogramm mit der ganzen Familie und irgendwo ein neues Leben anfangen.
    Wäre auch interessant zu wissen, wer diese mysteriöse Frau war, also die Anruferin mit der Bibelstelle. Spätestens da wäre ich an der Stelle von Chucks Frau zur Polizei gegangen.
    Und nach dem Fund der Leiche und den ganzen Hinweisen versteh ich wirklich nicht, wie die Behörden von Selbstmord ausgehen können, vor allem mit dem Schuss in den Hinterkopf und ohne Fingerabdrücke auf der Waffe zu hinterlassen.
    Wobei ich mich auch frage, warum die Täter die ganzen Hinweise hinterlassen haben, die hätten sie ja auch alle entfernen können um es der Polizei schwerer zu machen und es wirklich wie Selbstmord aussehen zu lassen. Aber da macht natürlich die Erklärung Sinn, er hat es selbst dort versteckt.
    Wenn die Sache mit dem Kopfgeld und dem Koffer mit dem Geld stimmt, hat der Killer vielleicht beides einkassiert, erst den Geldkoffer, dann Chuck umgebracht und dann das Kopfgeld kassiert, um doppelt abzuräumen.
    Da kam ja wirklich ein Wendepunkt nach dem nächsten, vor allem die (meiner Meinung nach klar falschen) FBI-Agenten dann. Da glaube ich auch, die haben nach diesem Brief gesucht, den Chuck hinterlassen hat. Die wussten irgendwie davon und wollten Beweise vernichten und haben ihn gefunden und mitgenommen. Leider, das wäre vielleicht die Lösung des ganzen Rätsels gewesen. Ich glaube auch, dass der Brief existiert hat, weil warum sollte Chuck sowas erfinden und seinem Vater erzählen? Dass das keine echten FBI-Agenten waren ist auch für mich eindeutig, weil auch in das Büro eingebrochen und durchsucht wurde und das Auto. Wobei das beim drüber nachdenken doch eher dafür spricht, dass die den Brief nicht gefunden haben und was anderes gesucht haben. Hätten sie den Brief gefunden, hätten sie nicht ins Büro einbrechen müssen, wenn sie nur den Brief wollten. Wenn sie was anders gesucht haben, könnte der Brief wirklich nicht existiert haben. Merkwürdig alles. Mich würde auch interessieren, was es zB mit den spanischen Namen auf dem Geldschein auf sich hat, aber da konnten die Behörden ja anscheinend zumindest offiziell auch nichts ermitteln. Denke auch dass ist ein Codewort, wenn man zB nur die Anfangsbuchstaben der Nachnamen nimmt und von oben nach unten liest oder so, dass daraus dann ein Wort entsteht, was man vielleicht als Codewort für einen Fall oder als Passwort für ein Bankkonto nehmen kann.
    Bei der Anruferin versteh ich ihr Verhalten auch nicht, falls sie wirklich die Killerin ist. Wieso ruft sie bei der Polizei an und erzählt die Sache mit dem Geldkoffer? Das passt nicht zum Verhalten einer Prof-Killerin, die hinter dem Geld her ist und dafür professionell Menschen tötet.
    Am Wahrscheinlichsten ist wirklich, dass er etwas auf der Spur war, was den falschen Leuten nicht gefallen hat und die ihn umgelegt haben.
    Mir ging es die ganze Zeit exakt so, wie Daniel ganz am Ende sagt: Wie so oft bei solchen Fällen hab ich immer das Gefühl, dass man/wir/ich irgendwas übersehen hat, was wichtig für die Lösung des Falls wäre oder ist. So viele merkwürdige Sachen, viele erklärbar, einige nicht, viele Theorien, einige Dinge hängen offensichtlich überhaupt nicht zusammen, haben aber bestimmt trotzdem eine Verbindung. Also irgendein Puzzlestück fehlt, um das große Ganze zu sehen. Zum Beispiel die Bedeutung der Namen und des Ortes auf dem Geldschein. Irgendwas liegt auf der Hand und man sieht es nicht. Gerade wo du am Ende sagst, die Plastikhandschellen passen nicht zur Entführungsgeschichte, das hat mich auch wieder aufhorchen lassen. Könnte es sein, dass das nur gefakt war, auch die Sache mit dem Nervengift und dass er nicht sprechen kann? Das er eigentlich schon reden konnte und alles nur erfunden hat? Alter…
    Wahrscheinlich war Daniels Scherz mit der Entführung durch ein UFO noch die Theorie, die tatsächlich stimmt.
    Für mich ist die Theorie mit dem Geheimdienst tatsächlich am sinnvollsten. Er hat für den Geheimdienst gearbeitet, war irgendwas oder irgendwem auf der Spur, hat irgendwas aufgedeckt, was er nicht sollte und hat sich mit den falschen Leuten angelegt, die wollten ihn umbringen lassen und er hat versucht, sich freizukaufen, wurde dann aber umgebracht. Vielleicht sogar auch von offizieller staatlicher Seite, also CIA oder so, die ein wichtiges Staatsgeheimnis bewahren wollten und daher gab es auch keine richtige Auflösung, weil man gar nicht daran interessiert war, den Fall öffentlichkeitswirksam aufzuklären. Somit waren es auch keine Leute von FBI, die das Haus durchsucht haben, sondern getarnte CIA-Agenten. Klingt wie aus einem Spionagethriller, macht aber bei dieser Indizienlage hier durchaus Sinn meiner Meinung nach. Die Anruferin war dann auch eine Geheimagentin, die der Frau von Chuck und auch der Polizei ein paar Hinweise geben wollte, ohne groß Hinweise auf die ganze Sache oder auch ihre eigene Identität zu geben. Denn sie ist auch beim Geheimdienst und dann würde erstens ihre Doppelrolle auffliegen und zweitens würde die CIA ihr auf die Spur kommen. Dann wäre sie auch als Verräterin in Gefahr und würde auf die Abschussliste geraten. Das erklärt die kryptische Bibelstelle, da wie du gesagt hast, das Telefon abgehört wurde.
    Super Folge definitiv.

  13. #1933
    Avatar von Azad
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    Ich wusste, dass dir die Folge gefallen würde
    Der Fall hat mich auch direkt gepackt, als ich - vor ein paar Wochen - darauf gestoßen bin. Krass, wie unbekannt der ist, obwohl er so viel Mysteriöses und Raum zur Spekulation mitbringt.
    Zu den Fakten selbst hast du ja alles gesagt.
    Ich weiß nicht, was letztlich passiert ist aber ich bin mir sicher, dass Chucks Tod, entgegen der (offiziellen) Meinung der Behörden kein Selbstmord war. Die genauen Umstände werden aber vermutlich nur an‘s Licht kommen, wenn es irgendwann gelingt, herauszufinden, was es mit den Spanischen Nachnamen auf sich hat oder ob die Bibelstelle einen Code birgt.

    Auch zur Folge davor, „Zorn“, hast du soweit alles gesagt.
    Deine Promis zur „was wäre wenn“ Frage finde ich cool gewählt, meine endgültige Antwort gibt es ja erst in der nächsten Folge

  14. #1934
    Avatar von Azad
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    Zitat Zitat von Wettkampfmentalität Beitrag anzeigen
    Und jetzt auch die Zuhörer-Folge „Narzisst“ gehört. Hat mir auch gefallen und ihr seid euch im Gegensatz zur Folge mit dem anderen Podcast nicht so oft ins Wort gefallen. Die Ronja war auch sympathisch und hat den Fall gut rübergebracht, natürlich heftig wenn man einen gewissen persönlichen Bezug zu dem Fall hat.

    Der Fall an sich war auch interessant. Natürlich nicht so rätselhaft, aber auch krass. Dass so ein Typ wie der Nazi-Zahnarzt überhaupt so viele Waffen offiziell haben durfte, da ist auch wieder was schief gelaufen. Spannend, was der Zahnarzt dann für eine Fassade aufgebaut hat als Bilderbuch-Familie, und in Wahrheit liefen da Gewalt, Pornos, Nazis und Waffen ab.
    Am Anfang denkt man, es ist eine Eifersuchts-Tat, was es ja auch ist, aber die ganzen Abgründe, die sich dann noch auftun im Leben des Zahnarztes anschließend, damit rechnet man nicht.
    Dass er sich in Hamburg statt Kiel gestellt hat, wundert mich auch. Die Straßenstrich-Theorie, weiß nicht ob ich der zustimme. Ich meine, es gibt auch in Kiel Prostituierte, dafür muss er nicht nach Hamburg fahren. Gut, jetzt kann man sagen, in Kiel hätte ihn jemand dabei sehen können, wie er zu einer Prostituierten geht und das wäre wieder schlecht für sein Image gewesen. Also in seiner Denkweise, daher musste er sich auch woanders stellen, wie du ja gesagt hast.
    Ansonsten hab ich diesmal nicht viel weiteres zu sagen. Die Struktur war etwas anders, als du die meisten Fälle aufbaust. Vom Spannungsbogen führst du ja meistens die Charaktere ein und steuerst dann auf die Tat zu, Ronja hat es umgekehrt gemacht. Im Nachhinein hat mir das aber auch gefallen und die Enthüllungen aus dem Leben des Zahnarztes nach und nach, nachdem die Tat geschildert wurde, waren auch sehr spannend.
    Die „Was wäre wenn“-Kategorie ist auch cool, auch wenn ich beide Male bisher A und C spannender als die B-Frage gefunden hätte.


    Insgesamt war das ein verdammt guter Testlauf für weitere Zuhörerfolgen. Ich hab, für mich selbst, die ein oder andere Lehre aus der Aufnahme (und der Vorbereitung) gezogen, die bei weiteren Folgen dieser Art helfen werden. Insgesamt hatten wir natürlich Glück, direkt beim ersten Mal einen Gast wie Ronja zu haben, die sehr souverän und gut vorbereitet war.
    Hat auf jeden Fall extrem viel Spaß gemacht.
    Ich hab schon Bock auf‘s nächste Mal

  15. #1935
    Avatar von Wettkampfmentalität
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    Zitat Zitat von Azad Beitrag anzeigen
    Ich wusste, dass dir die Folge gefallen würde
    Der Fall hat mich auch direkt gepackt, als ich - vor ein paar Wochen - darauf gestoßen bin. Krass, wie unbekannt der ist, obwohl er so viel Mysteriöses und Raum zur Spekulation mitbringt.
    Zu den Fakten selbst hast du ja alles gesagt.
    Ich weiß nicht, was letztlich passiert ist aber ich bin mir sicher, dass Chucks Tod, entgegen der (offiziellen) Meinung der Behörden kein Selbstmord war. Die genauen Umstände werden aber vermutlich nur an‘s Licht kommen, wenn es irgendwann gelingt, herauszufinden, was es mit den Spanischen Nachnamen auf sich hat oder ob die Bibelstelle einen Code birgt.

    Auch zur Folge davor, „Zorn“, hast du soweit alles gesagt.
    Deine Promis zur „was wäre wenn“ Frage finde ich cool gewählt, meine endgültige Antwort gibt es ja erst in der nächsten Folge
    Ja dachte erst, ich kenn den Fall, hab ihn aber wohl mit einem anderen Fall verwechselt, der ähnlich gelagert ist und wo auch eine Person unter mysteriösen Umständen verschwindet in der Wüste (allerdings wurde keine Leiche gefunden, sondern die Person ist noch vermisst), also kannte ich den Fall auch nicht.

    Was hältst du denn von der Theorie, dass Chuck wirklich für den Geheimdienst gearbeitet hat, dann aber aus irgendwelchen Gründen von den eigenen Leuten beseitigt wurde und nicht von der Mafia oder so? Find ich auch dahingehend schlüssig, dass er keine Behörden einschalten wollte, weil er wusste, die sind hinter ihm her und würden ihm eh nicht helfen, im Gegenteil.

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