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Thema: Mitgliederversammlung des Sport-Verein Werder v. 1899 e.V.

  1. #31
    Avatar von Bremer28259
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    Zitat Zitat von nodope Beitrag anzeigen
    Ich finde, wie Sonnenblume, Kritik allein ist gar nichts.
    Im AR-Thread hast Du mir noch mitgeteilt, es ginge Dir nur um Streitkultur, keine Revolution, kein Putsch, kein Schalke und auch kein HSV.
    Was passiert nach HSV und Ingolstadt? Was ist jetzt der Kern Deiner Kritik und in welche Bedeutung geht er dann?

    Ehrlich, jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof, (was nicht an Dir liegen muss) und weshalb ich jetzt nachfrage.
    Ich habe nicht gesagt, es ginge mir nur um Streitkultur. Das ist definitiv nicht das, worum es mir geht. Aber es geht auch nicht um Revolution und Putsch. Da sehe ich auch keinen Wiederspruch.

    Es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Probleme, unter denen das Bundesligaunternehmen Werder leidet sehr tief wurzeln. Nämlich aus meiner Sicht in einem grundsätzlichen Fehlverständnis hinsichtlich der Führung diese Unternehmens Bundesligaverein.

    Wir lesen die Problem immer nur an der Tabelle und manchmal noch an den Jahresergebnissen ab aber hinterfragen nicht konsequent, warum die so sind, wie sie sind. Das macht m.E. auch die Unternehmensführung, wie mir gerade die Aussagen von Filbry aber auch von Baumann am Montag noch einmal verdeutlicht haben, so. Beides, das tabellarische Ergebnis und das wirtschaftliche Ergebnis sind aber nicht gottgegeben und nur von Zufälligkeiten beeinflusst (Fußball hat seine eigenen Gesetze). Nein, sie sind ganz erheblich durch gute unternehmerische Zielsetzung, entsprechende Planung und Umsetzung beeinflussbar. Auch im Fußball. Die großen der Branche, Buyern, Real, Barcelona, Turin, Chelsea und wie sie alle heißen, ja selbst Clubs wie RB Leipzig. machen uns das vor. Da wird weder das sportliche noch das wirtschaftliche Ergebnis dem Zufall überlassen und wenn es unrund läuft, schnell und planvoll gegengesteuert.

    Ja, wird es jetzt heißen, die haben ja auch die Kohle dafür. Richtig, aber die haben sie nur, weil sie viel viel früher verstanden haben, dass sie keine Fußballvereine, sondern Wirtschaftsunternehmen im Fußball-Business sind und entsprechend gehandelt haben. Und zwar konsequent und über Jahre hinweg.

    Das wäre auch bei uns möglich, wenn unsere Unternehmensführung entsprechend zielorientiert und planvoll handeln würde. Das tut sie m.E. aber nicht und das ist der Kern meiner Kritik. Man agiert nicht planvoll und zielgesteuert, sondern man reagiert ergebnisabhängig. Und man trifft folgerichtig Fehlentscheidungen, von denen man wieder zur nächsten Entscheidung getrieben wird, die wieder nur zufällig gut oder schlecht wird.

    Was passieren wird, wenn wir in Hamburg und gegen Ingolstadt verlieren? Ich weiß es auch nicht. Vermutlich wird der nächste Trainer entlassen und geguckt, was gibt es gerade auf dem Markt und es wird dann gehofft, der neue Trainer möge doch bitte der Messias sein. Wenn's so ist, prima, dann klopfen sich alle auf die Schulter. Dann heißt es weiter so, Geschlossenheit zeigen. Aber wenn nicht? Was dann? Dann suchen wir wieder planlos nach der nächsten Lösung.

    Ich kann ja mal sagen, wie ich in der Position eines Vorsitzenden der Geschäftsführung zu handeln versuchen würde.

    1. Ich würde eine sehr genaue, kritische und schonungslose Analyse des Ist-Zustandes machen und mir dafür auch externen Sachverstand holen.

    2. Ich würde basierend darauf eine realistisch erreichbare aber ambitionierte Zielsetzung, mit eben so realistischen und erreichbaren Zwischenzielen formulieren und kommunizieren, damit alle wissen, woran sie sind.

    3. Es würde darauf basierend ein zeit- und vorhabenbasierter konkreter Plan aufgestellt werden, der das Erreichen dieser Ziele und die Kontrolle über den Erfolg oder Misserfolg jeder Maßnahme ermöglicht und zwar zeitnah, denn nur dann kann ich Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen und ihnen begegnen.

    4. Ich würde das gesamte handelnde Team eben daran messen (können) und mich selbst daran messen lassen.

    Das klingt sehr theoretisch und im erfolgsgetrieben Bundeliga-Business schwer umsetzbar, ist es aber nicht. Denn genau so gehen Buyern, Barca, Real, usw. vor, geht Dortmund vor, geht Leverkusen vor, RB Leipzig vor. Auch bei Werder ist das möglich es wurde aber nie gemacht, leider nicht mal in den erfolgreichen Zeiten zwischen 1999 und 2010.

  2. #32
    Avatar von kalotte
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    Und warum ist das so? Damit auch weiterhin der liebe Hubertus vom lieben Klaus-Dieter oder vom lieben Marco und sogar vom nicht ganz so lieben Detlev faseln darf, weil sich im Grund alle ganz furchtbar lieb haben wollen beim lieben SVW. Fußball in seiner jetzigen Darreichungsform als hammerharte Multimillioneneurounternehmung wird da solange zum Störgeräusch uminterpretiert, bis ihnen ihre kleingärtnerische Sentimentalität die Bundesligazugehörigkeit und damit die Multimillioneneuroeinnahmen und -gehälter gekostet hat. Solange das nicht der Fall ist, bleibt alles, wie man es seit 1899 kennt. So ist jedenfalls der Plan. Also Fresse halten Revoluzzer, elender!
    Geändert von kalotte [Mod] (23.11.2016 um 19:28 Uhr)

  3. #33
    Avatar von Bremer28259
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    Zu Befehl!


    ... aber nur für heute.

  4. #34
    Avatar von nodope
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    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von nodope Beitrag anzeigen
    Ich finde, wie Sonnenblume, Kritik allein ist gar nichts.
    Im AR-Thread hast Du mir noch mitgeteilt, es ginge Dir nur um Streitkultur, keine Revolution, kein Putsch, kein Schalke und auch kein HSV.
    Was passiert nach HSV und Ingolstadt? Was ist jetzt der Kern Deiner Kritik und in welche Bedeutung geht er dann?

    Ehrlich, jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof, (was nicht an Dir liegen muss) und weshalb ich jetzt nachfrage.
    Ich habe nicht gesagt, es ginge mir nur um Streitkultur. Das ist definitiv nicht das, worum es mir geht. Aber es geht auch nicht um Revolution und Putsch. Da sehe ich auch keinen Wiederspruch.

    Es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Probleme, unter denen das Bundesligaunternehmen Werder leidet sehr tief wurzeln. Nämlich aus meiner Sicht in einem grundsätzlichen Fehlverständnis hinsichtlich der Führung diese Unternehmens Bundesligaverein.

    Wir lesen die Problem immer nur an der Tabelle und manchmal noch an den Jahresergebnissen ab aber hinterfragen nicht konsequent, warum die so sind, wie sie sind. Das macht m.E. auch die Unternehmensführung, wie mir gerade die Aussagen von Filbry aber auch von Baumann am Montag noch einmal verdeutlicht haben, so. Beides, das tabellarische Ergebnis und das wirtschaftliche Ergebnis sind aber nicht gottgegeben und nur von Zufälligkeiten beeinflusst (Fußball hat seine eigenen Gesetze). Nein, sie sind ganz erheblich durch gute unternehmerische Zielsetzung, entsprechende Planung und Umsetzung beeinflussbar. Auch im Fußball. Die großen der Branche, Buyern, Real, Barcelona, Turin, Chelsea und wie sie alle heißen, ja selbst Clubs wie RB Leipzig. machen uns das vor. Da wird weder das sportliche noch das wirtschaftliche Ergebnis dem Zufall überlassen und wenn es unrund läuft, schnell und planvoll gegengesteuert.

    Ja, wird es jetzt heißen, die haben ja auch die Kohle dafür. Richtig, aber die haben sie nur, weil sie viel viel früher verstanden haben, dass sie keine Fußballvereine, sondern Wirtschaftsunternehmen im Fußball-Business sind und entsprechend gehandelt haben. Und zwar konsequent und über Jahre hinweg.

    Das wäre auch bei uns möglich, wenn unsere Unternehmensführung entsprechend zielorientiert und planvoll handeln würde. Das tut sie m.E. aber nicht und das ist der Kern meiner Kritik. Man agiert nicht planvoll und zielgesteuert, sondern man reagiert ergebnisabhängig. Und man trifft folgerichtig Fehlentscheidungen, von denen man wieder zur nächsten Entscheidung getrieben wird, die wieder nur zufällig gut oder schlecht wird.

    Was passieren wird, wenn wir in Hamburg und gegen Ingolstadt verlieren? Ich weiß es auch nicht. Vermutlich wird der nächste Trainer entlassen und geguckt, was gibt es gerade auf dem Markt und es wird dann gehofft, der neue Trainer möge doch bitte der Messias sein. Wenn's so ist, prima, dann klopfen sich alle auf die Schulter. Dann heißt es weiter so, Geschlossenheit zeigen. Aber wenn nicht? Was dann? Dann suchen wir wieder planlos nach der nächsten Lösung.

    Ich kann ja mal sagen, wie ich in der Position eines Vorsitzenden der Geschäftsführung zu handeln versuchen würde.

    1. Ich würde eine sehr genaue, kritische und schonungslose Analyse des Ist-Zustandes machen und mir dafür auch externen Sachverstand holen.

    2. Ich würde basierend darauf eine realistisch erreichbare aber ambitionierte Zielsetzung, mit eben so realistischen und erreichbaren Zwischenzielen formulieren und kommunizieren, damit alle wissen, woran sie sind.

    3. Es würde darauf basierend ein zeit- und vorhabenbasierter konkreter Plan aufgestellt werden, der das Erreichen dieser Ziele und die Kontrolle über den Erfolg oder Misserfolg jeder Maßnahme ermöglicht und zwar zeitnah, denn nur dann kann ich Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen und ihnen begegnen.

    4. Ich würde das gesamte handelnde Team eben daran messen (können) und mich selbst daran messen lassen.

    Das klingt sehr theoretisch und im erfolgsgetrieben Bundeliga-Business schwer umsetzbar, ist es aber nicht. Denn genau so gehen Buyern, Barca, Real, usw. vor, geht Dortmund vor, geht Leverkusen vor, RB Leipzig vor. Auch bei Werder ist das möglich es wurde aber nie gemacht, leider nicht mal in den erfolgreichen Zeiten zwischen 1999 und 2010.
    Danke für Deine ausführliche Erläuterung.

  5. #35
    Avatar von nodope
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    Zitat Zitat von kalotte Beitrag anzeigen
    Und warum ist das so? Damit auch weiterhin der liebe Hubertus vom lieben Klaus-Dieter oder vom lieben Marco und sogar vom nicht ganz so lieben Detlev faseln darf, weil sich im Grund alle ganz furchtbar lieb haben wollen beim lieben SVW. Fußball in seiner jetzigen Darreichungsform als hammerharte Multimillioneneurounternehmung wird da solange zum Störgeräusch uminterpretiert, bis ihnen ihre kleingärtnerische Sentimentalität die Bundesligazugehörigkeit und damit die Multimillioneneuroeinnahmen und -gehälter gekostet hat. Solange das nicht der Fall ist, bleibt alles, wie man es seit 1899 kennt. So ist jedenfalls der Plan. Also Fresse halten Revoluzzer, elender!
    Wenn es so einfach wäre, bräuchte es dann Punkt 1 Bremers Vorgehensplan? Oder wird der externe Sachverstand durch das worum abgebildet?

  6. #36
    Avatar von nodope
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    Zitat Zitat von Sonnenblume Beitrag anzeigen
    Laut Bild (online) haben die neuen AR-Mitglieder (deren Wahl sich die MV ja genau überlegen sollte) Bremer schon erhört (;-)): Es wird sie geben, die Ziele (auch für die Geschäftsführer).


    Das ging ja flott. Ohne Umwege von 1899 in die Gegenwart. Kalotte wird's auch freuen.

  7. #37
    Avatar von Bremer28259
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    Ich will nicht behaupten, dass ich das auch nur mit bewirkt hätte, aber jedenfalls lag ich ja mit meiner Ansicht, dass unternehmerische Zielvorgaben samt einem realistischen Plan, wie sie umzusetzen sind, notwendig sind.

    Allerdings zeigt mir diese Aussage von Marco Bode, dass das bisher jedenfalls nicht der Fall war, meine kritrische Analyse also im Grundsatz richtig war:

    Ein Plan, den Bode unterstützt: „In all unseren Strategie-Papieren steht, dass wir zurück nach Europa wollen. Ambitionierte Ziele sind angebracht. Wir müssen aber auch Wege finden, diese zu erreichen.
    Was ist ein "Strategie Papier" wert, das nicht den Weg zum Ziel vorgibt? Wenn es denn je eines gab.

  8. #38
    Avatar von anamous
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    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Was ist ein "Strategie Papier" wert, das nicht den Weg zum Ziel vorgibt? Wenn es denn je eines gab.
    Wie könnte denn die Beschreibung eines solchen Wegs lauten? Zumal der sportliche Erfolg ja theoretisch wichtiger ist als alle anderen Komponenten, und du dazu schreibst:

    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Was passieren wird, wenn wir in Hamburg und gegen Ingolstadt verlieren? Ich weiß es auch nicht. Vermutlich wird der nächste Trainer entlassen und geguckt, was gibt es gerade auf dem Markt und es wird dann gehofft, der neue Trainer möge doch bitte der Messias sein. Wenn's so ist, prima, dann klopfen sich alle auf die Schulter. Dann heißt es weiter so, Geschlossenheit zeigen. Aber wenn nicht? Was dann? Dann suchen wir wieder planlos nach der nächsten Lösung.
    Wenn also alle nur hoffen können, dass neue Trainer Erfolg bringen. Oder hast du etwa einen Ansatz, der jenen Erfolg garantieren würde?

  9. #39
    Avatar von nodope
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    Zitat Zitat von anamous Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Was ist ein "Strategie Papier" wert, das nicht den Weg zum Ziel vorgibt? Wenn es denn je eines gab.
    Wie könnte denn die Beschreibung eines solchen Wegs lauten? Zumal der sportliche Erfolg ja theoretisch wichtiger ist als alle anderen Komponenten, und du dazu schreibst:

    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Was passieren wird, wenn wir in Hamburg und gegen Ingolstadt verlieren? Ich weiß es auch nicht. Vermutlich wird der nächste Trainer entlassen und geguckt, was gibt es gerade auf dem Markt und es wird dann gehofft, der neue Trainer möge doch bitte der Messias sein. Wenn's so ist, prima, dann klopfen sich alle auf die Schulter. Dann heißt es weiter so, Geschlossenheit zeigen. Aber wenn nicht? Was dann? Dann suchen wir wieder planlos nach der nächsten Lösung.
    Wenn also alle nur hoffen können, dass neue Trainer Erfolg bringen. Oder hast du etwa einen Ansatz, der jenen Erfolg garantieren würde?
    4-Punkte-Plan. Eigentlich nur Überschriften. So würde ich es auch machen.

  10. #40
    Avatar von Bremer28259
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    Natürlich kann niemand den sportlichen Erfolg "garantieren". Aber wenn man ein klar formuliertes Ziel auf einem ebenso klar definierten Weg anstrebt, ist die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, wesentlich größer als wenn man nur situationsgetrieben reagieren muss.
    Un es ist auch klar, dass der 4-Punkte-Plan nur aus Überschriften bestehen kann, denn der genaue Inhalt hängt ja von dem Ergebnis von Punkt 1 ab. Wenn ich nicht klar weiß, wo ich stehe (Ist-Analyse) kann ich nicht realistische Ziele definieren. Und ohne die Zieldefinition kann ich den Weg, die Strategie nicht skizzieren. aber wenn ich nicht genau so vorgehe, dann kommt das heraus, was wir bei Werder derzeit nach meinem Empfinden erleben.

    Für meine Begriffe müsste man jetzt hergehen und eben diese Analyse und Zielsetzung samt Umsetzungsstrategie bezogen auf einen 5-Jahres-Zeitraum angehen. Dabei müsste man im Vorfeld alle denkbaren Szenarien - inklusive eines Abstieges! - mit einbeziehen und diese Strategie konsequent umsetzen. Dortmund hat das nach seinem letzten Abstieg und Wideraufstieg z.B. so gemacht.

  11. #41
    Avatar von Duffman
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    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
    Natürlich kann niemand den sportlichen Erfolg "garantieren". Aber wenn man ein klar formuliertes Ziel auf einem ebenso klar definierten Weg anstrebt, ist die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, wesentlich größer als wenn man nur situationsgetrieben reagieren muss.
    Un es ist auch klar, dass der 4-Punkte-Plan nur aus Überschriften bestehen kann, denn der genaue Inhalt hängt ja von dem Ergebnis von Punkt 1 ab. Wenn ich nicht klar weiß, wo ich stehe (Ist-Analyse) kann ich nicht realistische Ziele definieren. Und ohne die Zieldefinition kann ich den Weg, die Strategie nicht skizzieren. aber wenn ich nicht genau so vorgehe, dann kommt das heraus, was wir bei Werder derzeit nach meinem Empfinden erleben.

  12. #42

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    der kritische Faktor ist doch der "klar definierte Weg", ohne den die "klar definierten Ziele" nichts wert sind. Und das gilt sowohl für sportlichen als auch für finanziellen Erfolg. Ich glaube nicht daran, dass Kennzahlen- und Controllingorientierung ein erfolgsversprechender Weg für einen Sportverein sind.

  13. #43
    Avatar von Bremer28259
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    Es geht ja nicht allein oder primär um "Kennzahlen- und Controllingoptimierung". Ich habe fast das Gefühl, dass in dieser Hinsicht in Werders Geschäftsführung sogar einiges passiert. Aber das reicht doch nicht.

    Es geht um Unternehmensziele, die klar definiert werden müssen. Und da reicht mir ein "Wir wollen irgendwie des Anschluss an das Mittelfeld erreichen" (wie, in welchem Zeitraum, auf welchem Weg, welche Rückschläge sind berücksichtigt und wie wird man darauf reagieren etc ?) oder "Wir wollen ein positives Ergebnis erreichen" (Was ist ein positives Ergebnis? Nur eine schwarze Null oder ein operativer Gewinn, oder kann auch temporär ein leichter Verlust positiv sein, wenn der sportliche Erfolg im Plan ist?) (Originalaussagen Filbry auf der MV am Montag) eben nicht aus. Das ist die falsche Botschaft, denn sie vermittelt zwar ein abstraktes Wollen, ist aber so undifferenziert und so wenig fassbar, dass man darauf keine Handlungsplan aufbauen kann.

    Wie gesagt, das klingt wie der Wahlslogan "Reichtum für alle!". Wohl gesagt aber schon im Ansatz nicht machbar und vom Ergebnis her nicht kontrollierbar, wenn ich nicht zugleich sage, was genau "Reichtum" ist und wie ich ihn für alle realiter erreichen will.
    Geändert von Bremer28259 (25.11.2016 um 12:08 Uhr)

  14. #44

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    Bremer28259: Meines Erachtens machst du den 2. Schritt vor dem ersten.Zunächst gibt es derzeit die grundsätzliche Entscheidung zu treffen, wie in Zukunft die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesichert werden kann. Stichwort "Strategischer Partner". Oder geht es weiter mit der " Wohlfühloase", in dem jeder jedem seine Ruhe läßt und jeder mit mimimalen Ergebnissen zufrieden ist. Derzeit steht das Prinzip Hoffnung im Vordergrund, einen Glückstreffer mit dem Trainer oder einer guten Verpflichtung zu erzielen. Mit einem strategischen, wetbewerbsorientierten Partner sind deine Forderungen an Vorgaben selbstverständlich.

  15. #45

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    Zitat Zitat von Bremer28259 Beitrag anzeigen
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    Ich finde, wie Sonnenblume, Kritik allein ist gar nichts.
    Im AR-Thread hast Du mir noch mitgeteilt, es ginge Dir nur um Streitkultur, keine Revolution, kein Putsch, kein Schalke und auch kein HSV.
    Was passiert nach HSV und Ingolstadt? Was ist jetzt der Kern Deiner Kritik und in welche Bedeutung geht er dann?

    Ehrlich, jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof, (was nicht an Dir liegen muss) und weshalb ich jetzt nachfrage.
    Ich habe nicht gesagt, es ginge mir nur um Streitkultur. Das ist definitiv nicht das, worum es mir geht. Aber es geht auch nicht um Revolution und Putsch. Da sehe ich auch keinen Wiederspruch.

    Es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Probleme, unter denen das Bundesligaunternehmen Werder leidet sehr tief wurzeln. Nämlich aus meiner Sicht in einem grundsätzlichen Fehlverständnis hinsichtlich der Führung diese Unternehmens Bundesligaverein.

    Wir lesen die Problem immer nur an der Tabelle und manchmal noch an den Jahresergebnissen ab aber hinterfragen nicht konsequent, warum die so sind, wie sie sind. Das macht m.E. auch die Unternehmensführung, wie mir gerade die Aussagen von Filbry aber auch von Baumann am Montag noch einmal verdeutlicht haben, so. Beides, das tabellarische Ergebnis und das wirtschaftliche Ergebnis sind aber nicht gottgegeben und nur von Zufälligkeiten beeinflusst (Fußball hat seine eigenen Gesetze). Nein, sie sind ganz erheblich durch gute unternehmerische Zielsetzung, entsprechende Planung und Umsetzung beeinflussbar. Auch im Fußball. Die großen der Branche, Buyern, Real, Barcelona, Turin, Chelsea und wie sie alle heißen, ja selbst Clubs wie RB Leipzig. machen uns das vor. Da wird weder das sportliche noch das wirtschaftliche Ergebnis dem Zufall überlassen und wenn es unrund läuft, schnell und planvoll gegengesteuert.

    Ja, wird es jetzt heißen, die haben ja auch die Kohle dafür. Richtig, aber die haben sie nur, weil sie viel viel früher verstanden haben, dass sie keine Fußballvereine, sondern Wirtschaftsunternehmen im Fußball-Business sind und entsprechend gehandelt haben. Und zwar konsequent und über Jahre hinweg.

    Das wäre auch bei uns möglich, wenn unsere Unternehmensführung entsprechend zielorientiert und planvoll handeln würde. Das tut sie m.E. aber nicht und das ist der Kern meiner Kritik. Man agiert nicht planvoll und zielgesteuert, sondern man reagiert ergebnisabhängig. Und man trifft folgerichtig Fehlentscheidungen, von denen man wieder zur nächsten Entscheidung getrieben wird, die wieder nur zufällig gut oder schlecht wird.

    Was passieren wird, wenn wir in Hamburg und gegen Ingolstadt verlieren? Ich weiß es auch nicht. Vermutlich wird der nächste Trainer entlassen und geguckt, was gibt es gerade auf dem Markt und es wird dann gehofft, der neue Trainer möge doch bitte der Messias sein. Wenn's so ist, prima, dann klopfen sich alle auf die Schulter. Dann heißt es weiter so, Geschlossenheit zeigen. Aber wenn nicht? Was dann? Dann suchen wir wieder planlos nach der nächsten Lösung.

    Ich kann ja mal sagen, wie ich in der Position eines Vorsitzenden der Geschäftsführung zu handeln versuchen würde.

    1. Ich würde eine sehr genaue, kritische und schonungslose Analyse des Ist-Zustandes machen und mir dafür auch externen Sachverstand holen.

    2. Ich würde basierend darauf eine realistisch erreichbare aber ambitionierte Zielsetzung, mit eben so realistischen und erreichbaren Zwischenzielen formulieren und kommunizieren, damit alle wissen, woran sie sind.

    3. Es würde darauf basierend ein zeit- und vorhabenbasierter konkreter Plan aufgestellt werden, der das Erreichen dieser Ziele und die Kontrolle über den Erfolg oder Misserfolg jeder Maßnahme ermöglicht und zwar zeitnah, denn nur dann kann ich Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen und ihnen begegnen.

    4. Ich würde das gesamte handelnde Team eben daran messen (können) und mich selbst daran messen lassen.

    Das klingt sehr theoretisch und im erfolgsgetrieben Bundeliga-Business schwer umsetzbar, ist es aber nicht. Denn genau so gehen Buyern, Barca, Real, usw. vor, geht Dortmund vor, geht Leverkusen vor, RB Leipzig vor. Auch bei Werder ist das möglich es wurde aber nie gemacht, leider nicht mal in den erfolgreichen Zeiten zwischen 1999 und 2010.


    Was nerven mich Verein, Verantwortliche und Mannschaft nur noch.

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