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Thema: Schiedsrichter

  1. #12766

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    Zitat Zitat von HeMan Beitrag anzeigen
    @Harper und Lombok: des is ja des. Die Regel gibt's ja wiederum nur, weil es den VAR gibt und man zu etwas kommen wollte, was eindeutig zu bewerten ist. Finde die Regel, sofern wir den VAR behalten, sogar gar nicht mal so schlecht, aber geht natürlich völlig gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Leute, die seit Jahrzehnten Fußball schauen.
    Der Regeleinführung gingen mehrere Fälle voraus, in denen sich die Torschützen unmittelbare Vorteile durch unabsichtliche Handspiele verschafft haben, in der BL gab es sogar ein mit der Hand erzieltes Tor. Das gab große Diskussionen und "das Gerechtigkeitsempfinden der Leute" war dabei gerade die Begründung des IFAB für die Regeleinführung: Denn es verstoße gegen die Grundprinzipien des Fußballs, dass es zulässig sei, den Ball mit der Hand ins Tor zu bringen.

    Die Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der Regel hatten wir hier schon mehrfach. Ich persönlich finde es regeltechnisch absurd, dass im Zeitpunkt des Handspiels nicht feststeht, ob das Handspiel zulässig ist oder nicht, sondern sich die Frage erst aus der nachfolgenden Entwicklung des Spiels ergibt. Aber inhaltlich ist der Zweck der Regelung nachvollziehbar. Dass Lieberknecht jetzt nach Jahren erstmals die Regelanwendung kennengelernt hat und sich darüber aufregt, sagt wenig aus. Das wäre der Erste, der in der umgedrehten Situation im Kreis springt, wie ungerecht es sei, dass man mit Hand ein Tor erzielen kann und kein normaler Fan mehr die Frage der Absicht verstehe.

    Und im Zusammenhang mit dem VAR: Über die Frage, ob es gerecht ist, dass man mit der Hand ein Tor erzielen kann oder nicht, wird es immer Diskussionen geben. Es war auch nie der Anspruch an den VAR, dass es keine Diskussionen über die Regeln und ihre Durchsetzung mehr geben würde (das war immer nur ein Gegenargument von Kritikern, weil die Diskussionen über die Schiri-Entscheidungen ja zum Fußball dazu gehöre ...). Der Anspruch an den VAR war, dass er die Regeldurchsetzung verbessert, also die Anzahl der Fehlentscheidungen reduziert. Und das hat im Spiel am WE hervorragend funktioniert: Ohne VAR hätte Darmstadt in der Nachspielzeit den irregulären Siegtreffer erzielt bzw. hätte Ducksch für seine Schwalbe einen Elfer bekommen und wäre zu Timo Werner II geworden ("irgendwas habe ich gespürt und bin deswegen gefallen").

  2. #12767

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    Zitat Zitat von Lombok Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von HeMan Beitrag anzeigen
    @Harper und Lombok: des is ja des. Die Regel gibt's ja wiederum nur, weil es den VAR gibt und man zu etwas kommen wollte, was eindeutig zu bewerten ist. Finde die Regel, sofern wir den VAR behalten, sogar gar nicht mal so schlecht, aber geht natürlich völlig gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Leute, die seit Jahrzehnten Fußball schauen.
    Der Regeleinführung gingen mehrere Fälle voraus, in denen sich die Torschützen unmittelbare Vorteile durch unabsichtliche Handspiele verschafft haben, in der BL gab es sogar ein mit der Hand erzieltes Tor. Das gab große Diskussionen und "das Gerechtigkeitsempfinden der Leute" war dabei gerade die Begründung des IFAB für die Regeleinführung: Denn es verstoße gegen die Grundprinzipien des Fußballs, dass es zulässig sei, den Ball mit der Hand ins Tor zu bringen.

    Die Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der Regel hatten wir hier schon mehrfach. Ich persönlich finde es regeltechnisch absurd, dass im Zeitpunkt des Handspiels nicht feststeht, ob das Handspiel zulässig ist oder nicht, sondern sich die Frage erst aus der nachfolgenden Entwicklung des Spiels ergibt. Aber inhaltlich ist der Zweck der Regelung nachvollziehbar. Dass Lieberknecht jetzt nach Jahren erstmals die Regelanwendung kennengelernt hat und sich darüber aufregt, sagt wenig aus. Das wäre der Erste, der in der umgedrehten Situation im Kreis springt, wie ungerecht es sei, dass man mit Hand ein Tor erzielen kann und kein normaler Fan mehr die Frage der Absicht verstehe.

    Und im Zusammenhang mit dem VAR: Über die Frage, ob es gerecht ist, dass man mit der Hand ein Tor erzielen kann oder nicht, wird es immer Diskussionen geben. Es war auch nie der Anspruch an den VAR, dass es keine Diskussionen über die Regeln und ihre Durchsetzung mehr geben würde (das war immer nur ein Gegenargument von Kritikern, weil die Diskussionen über die Schiri-Entscheidungen ja zum Fußball dazu gehöre ...). Der Anspruch an den VAR war, dass er die Regeldurchsetzung verbessert, also die Anzahl der Fehlentscheidungen reduziert. Und das hat im Spiel am WE hervorragend funktioniert: Ohne VAR hätte Darmstadt in der Nachspielzeit den irregulären Siegtreffer erzielt bzw. hätte Ducksch für seine Schwalbe einen Elfer bekommen und wäre zu Timo Werner II geworden ("irgendwas habe ich gespürt und bin deswegen gefallen").
    Wenn das durch die Regel verhindert werden sollte, wäre ich ja einverstanden. Aber im Zusammenhang mit der Torerstehung wie am Samstag ist es dann halt Quatsch.
    Geändert von Rob Sweater (26.02.2024 um 13:30 Uhr)

  3. #12768
    Avatar von HeMan
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    Mir ist das mittlerweile alles egal. Ich hätte den VAR nie eingeführt. Aber jetzt wird man ihn eh nie wieder los. Bin halt immer noch Freund von vagen Regeln wie "im Zweifel für den Angreifer", "keine Absicht", "reicht nicht für nen Elfer", "Ball war eh weg", "das gleicht sich über eine Saison wieder aus", "kann man geben, muss man aber nicht". Dafür dann aber wenigstens hemmungslos freuen bei einem Tor. Aber die Technokraten haben gewonnen. Ich wünschte nur, die würden jetzt wenigstens mal die Gosch halten dann.

  4. #12769

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    Ok. Aber aber das Thema VAR und dass der nix löse, hast du ja jetzt selbst ins Spiel gebracht.

  5. #12770
    Avatar von mental-nicht-fit
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    Zitat Zitat von C.Harper Beitrag anzeigen
    Wird doch über die Schwachsinnigkeit der Regel diskutiert und nicht darüber, ob richtig entschieden wurde.
    Ich fand die Aussage des Knechts eigentlich nicht schlecht: "Den, der diese Regel erfunden hat, würde ich gerne mal kennenlernen. Und am besten heute noch!" Die Aufregung und der Frust ist doch völlig verständlich.
    Das hat er nach dem Spiel gesagt und ist auch richtig. Habe schon öfter geschrieben, dass die Regel dämlich ist. Lieberknecht hat aber vorher wohl wieder Rumpelstilzchen gespielt und "Skandal, Skandal" gebrüllt, nachdem das Tor aberkannt wurde. Es war aber kein Skandal, ein Skandal wäre es gewesen, wenn das Tor gezählt hätte. Die Regel ist nämlich eindeutig.
    Social Distortion

  6. #12771
    Avatar von paff
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    Ich finde die Regel gut, weil Sie WENIGSTEN klar ist. Bei allem anderen ist es immer so wischiwaschi. Da gibt einfach NULL Diskussionen.
    ..ich bin so nähmlich..

  7. #12772

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    Zitat Zitat von Totally On The Wood Way Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Rob Sweater Beitrag anzeigen
    Wie wäre es denn regeltechnisch, wenn Zetti ihn noch gefoult hätte: Elfer, weil das unabsichtliche Handspiel des Stürmers nicht direkt vor dem Tor war?
    Ja, wenn vor dem Strafraum wäre es rote Karte.

    Das ist die Schönheit des real existierenden Videobeweis'.

    Es ist nur dann strafbares Handspiel Handberührung, wenn er direkt ein Tor erzielt. Legt er den noch auf einen (in der Szene hypothetischen) Spieler quer, ist es ein reguläres Tor. Seine Handberührung ist dann egal, weil sie ja ganz klar kein "strafbares Handspiel" darstellt. Schießt er gegen den Pfosten und der Ball prallt wieder zur Mittellinie und ein anderer Spieler, der gerade jemandem in die Fresse gehauen hat, ballert den aus 50 Metern rein, ist es auch ein Tor. Außer einer der VAR sichtet das mit der Fresse.
    Der Darmstädter Spieler kann selbst nach Handberührung kein reguläres Tor erzielen. Und da niemand mitgelaufen war, zu dem er hätte abspielen können, liegt auch keine klare Torchance vor, weshalb es auch keine rote Karte gegeben hätte.

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